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Initiative will Männerwohnheim retten

Früher gab es sie überall, heute steht das letzte Ledigenheim Hamburgs an der Rehhoffstraße. Das 1912 erbaute Gebäude bot mit seinen 112 Zimmern ursprünglich alleinstehenden Seemännern, Hafenarbeitern und Monteuren ein Dach über dem Kopf. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein Mehrgenerationenprojekt, eine Art große Männer-WG entwickelt. Doch das Haus ist bedroht. Zwei Hamburger wollen das einzigartige Wohnheim nun retten. Mit anderen Mitstreitern haben sie eine Initiative zum Erhalt des Ledigenheims gegründet. Für diese arbeiten sie bis zu 50 Stunden die Woche, komplett ehrenamtlich.

„Es ist beeindruckend, wenn sich Bürger so für ein Projekt und ihren Stadtteil einsetzen. Wir begrüßen die Initiative Rehhoffstraße. Hier wird ein Stück Stadtteilkultur erhalten und mit modernen Konzepten belebt. Die Bewohner der Rehhoffstraße sind auf ihr Zuhause angewiesen und werden hier vom Ros e.V. nachhaltig in Alltagsproblemen unterstützt. Auch die Bezirksversammlung ist überzeugt von diesem Projekt und wir werden es weiter unterstützen, wo wir können“, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

 

Seit 2008 organisieren die Initiatoren Jade Jacobs und Antje Block mit ihrem Verein "Ros e.V." Bildungsarbeit und Nachbarschaftsprojekte vom Erdgeschoss des Gebäudes aus. Sie unterstützen die Bewohner, häufig auch ehemalige Obdachlose, bei ihren alltäglichen Problemen. Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept für das Ledigenheim und sammeln nun Spenden. 100.000 Euro haben sie schon auf einem anwaltlichen Treuhandkonto zusammen. Um eine Finanzierung über die benötigten drei Millionen Euro zu bekommen, müssten sie 300.000 bis 600.000 Euro Startkapital haben. Unterstützer sind daher sehr willkommen!