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Bewohner der Elisa geben nicht auf

Der Streit um die Elisa ist noch nicht beendet. Etwa fünf bis zehn Mietparteien der Wohnanlage am Elisabethgehölz sind nicht bereit ihre Wohnungen zu verlassen, sie wollen deshalb alle juristischen Mittel ausschöpfen. Die Klagen gegen den Abriss könnten den Baubeginn für mehrere Jahre aufschieben. Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg kann den Protest nachvollziehen: „Es sind weder Anträge für einen Neubau gestellt worden, noch gab es eine offizielle Befassung mit dem Thema. Die Verwaltung ist nicht aktiv geworden, um die Förderung des Erhalts noch einmal zu prüfen und die Genossenschaft vhw zu einer aktiven Mitarbeit zu bringen. Solange nicht für alle Bewohner sozial verträgliche und akzeptable Lösungen gefunden wurden, sollte man sich über Widerstand nicht wundern.“

Die 122 Mietparteien in der Wohnanlage am Elisabethgehölz sollen für einen sechsstöckigen Neubau mit 124 Mietwohnungen weichen. Bei einem möglichen Wiedereinzug würde die Miete für die Alteingesessnen von 4,50 Euro auf 5,90 Euro pro Quadratmeter steigen.

 

Der von der VHW geplante Abriss hat für viel Unmut im Quartier gesorgt und steht stellvertretend auch für die Diskussion um eine mögliche Gentrifizierung des Stadtteils. „Wir kämpfen hier nun schon sehr lange mit der vhw. Ursprünglich hatte sie geplant, die neuen Wohnungen auf dem freien Markt für etwa 11,90 Euro zu vermieten. Wir werden alles tun, damit nicht auch noch hier die Gentrifizierung Einzug erhält. Die Soziale Erhaltungsverordnung, für die wir uns schon lange einsetzten und die bald Wirklichkeit werden könnte, kommt zwar für Fälle wie die Elisa zu spät, kann aber vor weiteren übermäßig profitorientierten Vorhaben schützen. Die Bewohner der Elisa werden wir im Dialog um akzeptable Lösungen weiterhin unterstützen“, stellt Osterburg klar.