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St. Paulianer kritisieren BID-Pläne

Mangelnde Bügerbeteiligung führt in St.Pauli zu Unmut: Die Bürgerinitiative S.O.S St. Pauli protestiert gegen die geplante Aufwertung der Reeperbahn, durch einen sogenannten Business Improvement District (BID). Einen Entwurf dafür können Bewohner des Stadtteils zwar einsehen – Einspruch erheben dürfen sie jedoch nicht. Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg kann den Unmut gut verstehen: „Hier zeigt sich mal wieder, dass es keinen Sinn hat große Projekt ohne, die davon betroffenen Bürger zu beschließen. Ein BID muss sich nicht nur mit den Grundeigentümerwünschen beschäftigen, sondern auch die Bewohner und Bevölkerung mitnehmen. Eine zwei Jahre zurückliegende Infoveranstaltung ist keine Einbindung.“

Bei einem BID tun sich Geschäftsinhaber, Eigentümer und Mieter zusammen, um ein Areal aufzuwerten. Die BID-Pläne für die Reeperbahn waren von Anfang sind stark umstritten, da der Stadtteil eh schon unter der Verdrängung alteingesessener Bewohner leidet. Außerdem wird befürchtet, dass die Meile ihr typische Flair verliert und eine Art kommerzielles Disneyland-St.Pauli erschaffen wird. Dass diese Befürchtungen nicht unberechtigt sind zeigt ein Vorschlag des einsehbaren BID-Entwurfs: Unter anderem wird eine Reeperbahn-Marke vorgeschlagen wie das berühmte „Welcome to Fabulous Las Vegas“.