www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Bezirksamt lässt eigenmächtig Bäume fällen

20 bis zu 150 Jahre alte Spitzahornbäume werden seit gestern ohne Zustimmung von politischen Gremien gefällt. Die Bäume, die auf dem Gelände der Gewerbeschule in der Klaus-Groth-Straße, stehen, werden mit einer Genehmigung des Bezirksamts Hamburg-Mitte gefällt. Beantragt wurde die Genehmigung von der für die Bauarbeiten zuständigen Finanzbehörde. Grund für die Fällarbeiten ist der geplante Bau einer neuen Turnhalle und eines neuen Verwaltungstraktes der Schule. „Das ist unglaublich! Wie kann das Bezirksamt die Fällung von 20 Bäumen genehmigen, ohne die Politik zu beteiligen. Weder die Fällung der Bäume wurde im Umweltausschuss beantragt, noch wurde das Bauvorhaben im Bauausschuss behandelt. Es kann nicht sein, dass sich Behörden gegenseitig Genehmigungen erteilen, ohne die entsprechenden politischen Gremien zu befragen. Man könnte den Eindruck gewinnen, hier wird nach dem Prinzip „eine Hand wäscht die Andere“ verfahren“, empört sich unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

Anwohner hatten noch versucht die Baumfällungen mit einer Einstweiligen Verfügung und Protesten zu stoppen, jedoch ohne Erfolg. Die Bäume sind für die Anwohner nicht nur aus der Perspektive des Umweltschutzes erhaltenswert, sie stehen für sie auch symbolisch für das Überleben des 2. Weltkrieges und des Feuersturms. „Es ist für mich völlig unverständlich, wie man solch alte Bäume einfach fällen kann. Abgesehen von der Lebensqualität, die hier verloren geht, Hamburg besitzt nur noch sehr sehr wenige so alte Bäume. Es sollte alles daran gesetzt werden, diese zu erhalten. Auch, dass für 20 Bäume gerade mal zehn nachgepflanzt werden sollen ist lachhaft. Wir werden nicht einfach hinnehmen, dass hier sowohl Politik, als auch Bürger einfach übergangen wurden“, kündigt Osterburg an.