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GRÜNEN fordern Umweltschutz für Wilhelmsburg

„Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt wird mit der öffentlichen Auslegung der Schutzgebietsverordnung das Verfahren zur Unterschutzstellung der „Wilhelmsburger Elbinsel“ als Landschaftsschutzgebiet weiter voranbringen“, ließ die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt im November 2012 mitteilen. Getan hat sich seit dem nichts.

 

„Es ist unglaublich, wie wir hier an der Nase herumgeführt werden. Wir haben bereits zwei Anfragen eingereicht und bisher keine stichhaltigen Informationen erhalten. In der letzen Bezirksversammlung konnten wir nun erfolgreich einen Antrag einbringen, in dem der Bezirksamtsleiter aufgefordert ist, sich beim Senat für die Bestätigung der Änderung des Flächennutzungsplanes einzusetzen. Wir werden weiter dafür kämpfen, dass sich endlich was tut und der Entwurf nicht, gemeinsam mit viel Bürgerbeteiligung, einfach übergangen wird. Der Druck der nun von uns und der BV aufgebaut wurde, ist ein erster Schritt und gibt Hoffnung“, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

Im Rahmen der Zukunftskonferenz für Wilhelmsburg wurde bereits vor zehn Jahren der Wunsch geäußert, das Gebiet östlich der Autobahn von neuen Siedlungen und Gewerbegebieten frei zu halten. In den Feuchtwiesen fleucht und kreucht es nur so von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, weshalb auch die Stadt in der nicht bestätigen Verordnung schreibt, es gelte „eine der ältesten bestehenden Kulturlandschaften im norddeutschen Raum“ zu schützen, in der sich die WilhelmsburgerInnen erholen können und die gefährdeten Tieren und Pflanzen Lebensräume biete.

 

Konkret sieht die Schutzverordnung vor, das Gebiet östlich der Autobahn A 1 bis auf dessen Ränder unter Schutz zu stellen. Dazu kämen der Uferbereich der Wilhelmsburger Dove-Elbe, die Feuchtwiesen in Kirchdorf Mitte und Nord, zwei Areale beidseits der Kornweide, sowie weite Strecken des Elbufers. An einer Stelle, am Obergeorgswerder Deich, ist dieses Prinzip durchbrochen worden: Dort, direkt im Autobahnknie, liegt jetzt ein Güterverkehrszentrum.

„ Wir wissen auch, dass in Hamburg Wohnungsnot herrscht und Einige in dem zu schützenden Gebiet potenzielle Baugrundstücke sehen. Doch es gibt in Wilhelmsburg genügend andere Flächen, die zur Verfügung stehen. Wir können nicht immer unsere Bedürfnisse über die der Natur stellen. Hamburg muss die intakte Flora und Fauna, die die Stadt noch besitzt, erhalten“, betont Osterburg.  

2013_09.04_GRÜNE_Landschaftsschutzgebiet
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