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Billstedt heißt Flüchtlinge willkommen

Mit dem Ziel, Flüchtlinge und andere Menschen in Not im Stadtteil zu begrüßen und zu unterstützen, wurde in Billstedt der „Runde Tisch Billstedt“ gegründet. Der Runde Tisch ist eine Reaktion auf eine Bürgerinitiative, die eine Unterbringung von weiteren Flüchtlingen in Billstedt ablehnt.   

Die „Bürgerinitiative Schulgelände Oststeinbeker Weg“ klagt gegen die Unterbringung von Flüchtlingen auf einem Schulgelände, das derzeit entkernt und zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut wird. Auch in der Einrichtung am Mattenkamp sollen in Kürze bis zu 80 neue BewohnerInnen untergebracht werden. Der „Runde Tisch Billstedt“ möchte mit Willkommensaktionen und Patenschaften sowohl die Flüchtlinge freundlich begrüßen, als auch den Kontakt mit der Bevölkerung herstellen und damit die Ängste der Anwohner mindern.


„Niemand flüchtet einfach so aus seinem Land. Die Menschen haben häufig schreckliches erlebt und sind traumatisiert. Daher ist eine behutsame Willkommenskultur und der interkulturelle Austausch sehr zu begrüßen. Auch für Anwohner, die noch Bedenken haben, ist dies ein guter Weg, Ängste abzubauen und Vorurteile zu mindern. Generell kann ich auch verstehen, wenn Anwohner sich fragen, warum nicht auch mal eine Flüchtlingsunterkunft nach Eppendorf kommt. Eine Ungerechtigkeit, gegen die wir uns einsetzen werden. Trotzdem ist es keine Lösung, darum hilfebedürftigen Menschen Obdach zu verwehren. Die Billstedter haben schon oft großartige interkulturelle Arbeit geleistet, ich bin mir sicher, sie werden das noch einmal schaffen“, ist unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg fest überzeugt.

 

Zu dem ersten Treffen des Runden Tisches kamen neben Vertretern von Parteien und Initiativen rund 30 BürgerInnen. Einige von ihnen kamen einst selbst als Flüchtlinge nach Hamburg.