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Erster Schritt zur Schutzverordnung

Seit Anfang 2012 versucht die GRÜNE Bezirksfraktion Mitte eine Schutzverordnung für die Stadtteile Hamm und Borgfelde durchzusetzen. Nun scheint der Stein ins Rollen gekommen zu sein; der Mieterverein schlägt Alarm und das Bezirksamt Mitte prüft mit einer Analyse die Wohnsituation in beiden Stadtteilen. "Die Politik darf nicht dieselben Fehler begehen, die in anderen Stadtteilen zu einer Aufwertung auf dem Rücken der Anwohner geführt haben", erklärt unser Fraktionsvorsitzende Michael Osterburg

„Am Ende des Prüfungsprozesses muss eine Schutzverordnung stehen, die eine Mischung von je einem Drittel städtisch gefördertem Wohnraum, freien Mietwohnungen und Eigentumsobjekten festschreibt. Die Politik muss die gesellschaftliche Struktur der Stadtteile im Blick behalten. Betroffen von einer rasanten, nicht immer positiven Umstrukturierung ist auch Wilhelmsburg. Hier sollte das Bezirksamt ebenfalls tätig werden."

Angesichts steigender Mieten, neuer Eigentumswohnungen und der Verdrängung alteingesessener Einwohner kämpft Osterburg, der selbst in Hamm lebt, mit seiner Fraktion seit mehr als zwei Jahren gegen diese Entwicklung an. Auch der Mieterverein spricht von ähnlichen Entwicklungen und Anzeichen für Gentrifizierung wie in St. Georg und dem Schanzenviertel. Die Analyse des sogenannten Monitorings durch das Bezirksamt, das die formale Vorraussetzung für Maßnahmen zum Schutz der Bestandsmieter ist, wird spätestens im März erwartet. Michael Osterburg ist sich der Ergebnisse sicher: „Ich hoffe, dass wir dann schnell handeln können und auch für Wilhelmsburg die Einsicht des Handlungsbedarfs folgen wird.“