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Senat und Bezirkamtsleiter scheitern mit Law and Order Politik

Vor rund einem Jahr überließ der Bezirk, unter viel Protest, der Deutschen Bahn Bereiche um den Hauptbahnhof herum, unter anderem den „Problembereich“ unter den Hallenvordächern. Die Bahn hatte sich damals zum Ziel gemacht, die Obdachlosen- und Trinkerszene am Hauptbahnhof in den Griff zu bekommen, um endlich einen „Vorzeigebahnhof“ präsentieren zu können. Mehr Sicherheitspersonal, unterstützt von Polizeistreifen, wurde eingesetzt und zahlreiche Hausverbote ausgesprochen, viel genützt hat das augenscheinlich nicht.  

„Hier sieht man mal wieder, dass oberflächliche Konzepte nicht greifen. Die Repression hat nichts erreicht außer Druck auf die Schwächeren der Gesellschaft. Obdachlose und Trinker pendeln nun zwischen Hansaplatz und Bahnhof, je nach dem wo gerade Sicherheitspersonal oder Polizei auftaucht. Wir brauchen dringend ein gesamtheitlich nachhaltiges Konzept: Benötigt werden reale Hilfsangebote, eine bessere Schulung des Sicherheitspersonals und eine Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Es muss eine Lösung für alle, Reisende, Obdachlose und Trinker geschaffen werden. Die Kirchenallee sollte verkleinert und die Anzahl der Parkplätze verringert werden. Vielfältige Ansätze müssen parallel verfolgt werden, sowohl im gestalterischen, als auch im sozialen Bereich, damit die Aufenthaltsqualität für alle verbessert wird“, fordert unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

Seit Oktober 2012 gilt am Hachmannplatz die Hausordnung der Bahn. Damit ist Betteln inzwischen genauso verboten wie "übermäßiges Trinken", Herumliegen oder laute Musik. Wer sich nicht an die Hausordnung hält, erhält einen Platzverweis. Die Bahn sieht ihr Konzept weiterhin als Erfolg.