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Soulkitchen kämpft weiter

Vor zwei Wochen forderte die städtische Immobilienverwaltung Sprinkenhof AG die Betreiber der Soulkitchen auf, das Areal auf dem die Halle steht bis zum 31. August komplett zu räumen. Betreiber, Wilhelmsburger und auch die GRÜNE Fraktion Hamburg-Mitte fiel aus allen Wolken, hatte Andy Grote (SPD) doch noch im Juli verkündet, am Veringkanal solle das größte Kulturzentrum der Stadt entstehen. Für alle war damals klar, dazu gehört auch die Soulkitchen, hatte doch auch Grote selbst noch im Juni auf dem Soulkitchen-Geburtstag gefeiert.

 

Doch die Wilhelmsburger haben schon in der Standortdiskussion um den Opernfundus gelernt zu kämpfen: Innerhalb von zwei Wochen sammelte die Stadtteilinitiative Soulkitchen-Halle, die sich für den Erhalt der Kultstätte einsetzt, mehr als 6100 Unterschriften. Die Initiative will die Liste samt der Kommentare jetzt dem Eingabenausschuss der Bürgerschaft übergeben.

 

Auch unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg will sich mit der Situation nicht zufrieden geben: „Ich bin froh, dass sich die Betreiber und inzwischen viele, viele andere Unterstützer für den Erhalt der Soulkitchen einsetzen. Denn eine ausgewiesene Industrienutzung können wir uns am Veringkanal nicht vorstellen, diese muss ausgeschlossenen werden. Deshalb fordern wir eine Änderung des B-Plans zur Kulturfläche und Wohnverträglichen Gewerbe.Die Abrisspläne sollten gestoppt werden und Betreiber, Architekten und Gutachter das Gebäude betreten dürfen, um gesicherte Erkenntnisse über dessen Zustand zu bekommen. Wie in der Petition gefordert, sollten die Kulturschaffenden noch bis zum Frühjahr 2014 Zeit bekommen, ein tragfähiges Nutzungs- und Umbaukonzept zu erstellen. In allen Stadtteilen wünschen wir uns ein Zusammenspiel mit gewachsenen Strukturen und den AnwohnerInnen. Hier hätten Politik und Grundstückseigentümer die Chance, diese Strukturen zu unterstützen und zu bereichern. Stattdessen wird gerade alles getan, um sie zu zerstören.“