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Stoppt die Raser an der Binnenalster

Der Jungfernstieg gilt eigentlich für Hamburger und Touristen als Flaniermeile, als Ort zum Bummeln und Verweilen. Zunehmend wird er jedoch Rennstrecke, ein Ort der Raserei und der quietschenden Reifen. Allein in diesem Jahr hat die Polizei dort schon mehr als zwölfmal den Verkehr kontrolliert und nach etlichen Beschwerden erst am Freitag im Bereich Ballindamm / Jungfernstieg eine Radarmessung vorgenommen. Das traurige Ergebnis: Die Beamten mussten zwischen 16 und 22 Uhr 60 Verwarnungsgelder für Geschwindigkeitsverstöße von bis zu 20 km/h verhängen sowie zwölf Bußgeldverfahren einleiten. Erst vor drei Wochen fuhr sich am Jungfernstieg ein Mann mit überhöhter Geschwindigkeit ins Koma.  

Till Steffen, unser Fachsprecher für Verkehr in der Bürgerschaft kennt den täglichen Verkehrswahnsinn: „Eine Umgestaltung der Straßen um die Binnenalster herum bietet die große Chance, dass es für alle angenehmer wird. Etwas Verkehr raus, mehr Platz für FußgängerInnen und zum Radfahren wären ein Gewinn für alle". Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg erklärt, was das im Detail zu bedeuten hat: „Hier muss endlich was passieren und die Raser ausgebremst werden! Wir fordern, dass Radfahrstreifen auf der Straße verlegt werden und die breite der Straße optisch verkleinert wird. Der Ballindamm hat als vierspurige Straße ausgedient und muss wasserseitig für Fußgänger und Radfahrer zurückgebaut werden. Außerdem muss die Bergstraße für den Individualverkehr gesperrt werden, damit es keinen Anlass gibt, außer zum Parkhaus, in diesen Bereich zu fahren. Ein fester Blitzer wäre gut, um die nächtlichen Raser zu vertreiben, jedoch müssen auch weitere Verkehrs-Kontrollen durch die Polizei stattfinden. Denn leider kommt es nicht nur zu überhöhter Geschwindigkeit, sondern auch zu riskanten Fahrmanövern und extremer Lärmbelästigung.“