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Die Uhr tickt für die ESSO-Häuser

Für die ESSO-Häuser hat nun scheinbar das letzte Stündchen geschlagen. So scheint es jedenfalls, wenn man Eigentümer und SPD hört. Die Eigentümerin, Bayerische Hausbau, hat einen Abrissantrag für die maroden Esso-Häuser am Spielbudenplatz gestellt. Stattdessen will das Immobilienunternehmen dort auf etwa 19.500 Quadratmeter Geschossfläche für Wohnen entstehen lassen. Die 107 alten Wohnungen haben eine Gesamtfläche von 4600 Quadratmetern. In dem Neubau sollen etwa 240 Wohnungen entstehen: jeweils ein Drittel öffentlich geförderter Wohnungsbau sowie normale Miet- und Eigentumswohnungen. Für den Neubau ist ein Bebauungsplanverfahren erforderlich, dem der Bezirk zustimmen muss.   

Dabei hat die Bayerische Hausbau nur zögerlich nach Protesten garantiert: Die Mieter erhalten ein Rückzugsrecht in den Neubau. Jedoch betont Sprecher Bernhard Taubenberger: „Unser Angebot gilt nur dann, wenn der Neubau mit den von uns anvisierten Eckdaten verwirklicht werden kann."

 

Unser Fraktionsvorsitzenden Michael Osterburg sieht diese Aussagen kritisch: "Das klingt für uns noch viel zu halbherzig und wirkt, als ob hier Druck ausgeübt werden soll. Wir als GRÜNE-Fraktion Mitte haben zu der Entwicklung der Esso-Häuser bereits klar Stellung bezogen und stehen weiterhin zu unseren Forderungen. Wir fordern ein tragfähiges Konzept für den Standort Esso-Häuser, welches von den AnwohnerInnen und den Gewerbetreibenden im Quartier mit getragen werden kann und nicht irgendwelche vagen Versprechungen. Vor allem die unmittelbar betroffenen Bestandsbewohner und die vielfältigen Geschäfte und Lokale müssen mit in die Verhandlungen und die Gestaltungskonzeption genommen werden. Die Prämisse ist und bleibt der größtmögliche sozial geförderte Wohnungsbau und eine die klare Absage für Eigentumswohnungen. Es ist an der Zeit produktiv die Zukunft zu gestalten und das, vor allem gemeinsam mit den unmittelbar betroffenen Menschen. Wenn die Eigentümerin jetzt versucht Druck auszuüben, wird das die Wogen nicht gerade glätten. Politisch werden wir uns nicht beeinflussen lassen."

Mehr zu unseren Forderungen im Positionspapier Esso-Häuser
2013-06-12+Positionspapier+-+Esso-Häuser
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