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Flurbereinigung zu Gunsten der Natur?

Von den Naturschutzsverbänden sind wir darauf aufmerksam gemacht worden, dass der Senat in Finkenwerder ein Flurbereinigungsverfahren prüft. Unsere Bürgerschaftsabgeordneter, Jens Kerstan, erkundigte sich für uns, ob das der Wahrheit entsprechen würde. Dies wurde vom Senat bestätigt. „Ich kann nicht verstehen, wieso weder die Politik noch die Naturschutzverbände oder überhaupt die Öffentlichkeit in ein solches Vorgehen einbezogen werden", sagt Lena Dittmer, Grüne Sprecherin im Regionalausschuss Finkenwerder.

In der Antwort schreibt der Senat: „Im Bereich südlich der Landscheide und westlich des Süderkirchenwegs in Finkenwerder prüft die Flurbereinigungsbehörde derzeit, ob und welche Art von Flurbereinigungsverfahren die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Obstbaus unterstützen kann. Unter ihrer Leitung werden in einer Arbeitsgruppe -bestehend aus Obstbauern, einem Vertreter des Be- und Entwässerungsverbands Finkenwerder Süd sowie betroffenen Dienststellen und Trägern öffentlicher Belange- die Situation vor Ort und die möglichen Bedarfe gemeinsam ermittelt." Die GRÜNE Fraktion Mitte, findet den Vorgang sehr problematisch, da in Finkenwerder schon heute Flächen für Ausgleich nach dem Naturschutzgesetz fehlen und weil die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt das Biotopverbundsystem für Hamburg bis heute noch nicht fertig gestellt hat. Ferner heißt es in der Antwort lediglich: „Dabei sind die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege angemessen zu berücksichtigen.“ Diese Aussage reicht uns nicht aus, daher beantragen wir im Hauptausschuss einen Referenten für den Regionalausschuss Finkenwerder. Dieser wurde uns für den September zugesagt. Unsere Bemühungen diesen Termin vor die Sommerpause zu verlegen, waren vergeblich. Nun warten wir auf den Referenten, um mehr Informationen zu bekommen. „Der Naturschutz muss bei diesem Prozess berücksichtigt werden“, findet Lena Dittmer