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SPD fördert Fracking in Hamburg

Was gestern in der Expertenanhörung zum Thema Fracking des Hamburger Umweltausschusses bekannt wurde, klingt wie ein schlechter Scherz: „In der Anhörung ist klar geworden, dass der Hamburger Senat die Aufsuchungserlaubnis für das „Erlaubnisgebiet Vierlande“ hätte verweigern können. Anstatt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger und die bekannten Gefahren ernst zu nehmen, hat der Senat jedoch wieder einmal zu Gunsten der großen Energiekonzerne entschieden“, berichtet Jens Kerstan, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion.

Die SPD argumentierte bisher, dass sie laut des Bergbaugesetzes verpflichtet seien, die Probe-Bohrungen den Konzernen zu erlauben. Der gestrige Ausschuss macht deutlich, das war gelogen.

„Seit im letzten Jahr die erteilte Aufsuchungserlaubnis an Konzerne bekannt wurde, treiben viele Fragen die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gebieten (zu denen auch Teile von Hamburg-Mitte gehören) um. Ziel des so genannten Fracking (Hydraulic Fracturing) ist es, Erdgas aus dem Boden zu pressen, das nicht einfach aus dem Bohrloch strömt. Bei jeder Fracking-Bohrung werden Millionen Liter chemische Flüssigkeit in den Boden gepresst. Vor den schrecklichen Folgen warnen Umweltverbände eindringlich und erste Fälle von katastrophaler Umweltzerstörung sind bereits aus Amerika bekannt.Es ist unglaublich, dass die SPD die Bedenken der Bürger nicht ernst nimmt und auch kein Konzept zu den Fragen rund ums Fracking vorweisen kann. Sie stimmte nicht einmal den von uns geforderten Informationsveranstaltungen zu. Wir GRÜNEN werden das nicht hinnehmen und rufen am 31. August zum Protest gegen Fracking auf“, bekräftigt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg und Manuel Sarrazin, stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger GRÜNEN ergänzt: „Die Pläne für das Gas-Fracking bedrohen Trinkwasser, Kulturlandschaft und Wohn- und Naherholungsgebiete, die für Hamburg von unschätzbarem Wert sind. Die Zustimmung der Hamburger SPD zu den Gas-Fracking-Plänen und das Verhalten von Schwarz-Gelb im Bund zeigt, wie wichtig starke GRÜNE sind, um Gas-Fracking zu verhindern. Umweltminister Altmaier und Bürgermeister Scholz müssen endlich einsehen: Hamburgs Zukunft liegt wirklich nicht im Bergbau.“

Am 6. August 2013 hat der Landesvorstand der Hamburger GRÜNEN dem Gas-Fracking in Hamburg und anderswo eine klare Absage erteilt. Der Landesvorstand fordert eine klare gesetzliche Regelung, die es ermöglicht, Gas-Fracking effektiv zu verhindern. Mit dem Beschluss rufen die GRÜNEN Hamburg auch zur Teilnahme an der Demonstration „Keine Stimme für Fracking“ am 31. August 2013 in Hamburg auf.