www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Ausgrenzung durch Kürzung

 

Wenn Kinder vor Buchstaben und Zahlen verzweifeln, die für sie nur ein einziges Chaos sind, leiden die Betroffenen häufig an Legasthenie oder Dyskalkulie. Rund fünf Prozent, nach anderen Studien sogar zwischen sieben und 15 Prozent, der Schüler sind von einer Leseschwäche betroffen. Ähnliche Zahlen und Statistiken gibt es auch für Dyskalkulie.

Für diese Kinder, die häufig überdurchschnittlich intelligent sind, gibt es die Außerunterrichtlichen Lernhilfen (AUL), die bis zu 90 Prozent erfolgreich eine Therapie mit den Schülern durchführt. Doch genau dieses Programm ist jetzt von Sparmaßnahmen betroffen: Die Schulbehörde hat den Etat für die AUL 2013 und 2014 abgesenkt, obwohl die Anträge auf AUL dramatisch gestiegen sind.

Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg ist fassungslos: „Hier wird mal wieder an der falschen Stelle gekürzt. Durch die Kürzungen können die Therapeuten nicht mehr in den Schulen direkt vor Ort sein und Einzeltherapien werden nur mit Zusatzzahlungen von 250 Euro möglich sein. Die Kürzung bedeutet somit Ausgrenzung von sozial schwächeren Familien. Wir brauchen in Hamburg gut ausgebildete Schüler. Wird nicht zu einem frühen Zeitpunkt investiert, werden die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt umso höher auf uns zurückkommen. Wir werden das nicht so hinnehmen. Die GRÜNEN bringen zu den AUL in der kommenden Woche einen Antrag in die Bürgerschaft ein.“