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Scheinheiliges Bürgerbegehren

Die Diskussion, um den Bau einer Seilbahn, die in 80 Metern Höhe vom Heiligengeistfeld zum "König der Löwen"-Musicalzelt auf Steinwerder führen soll, geht in die nächste Runde. Nachdem der Bezirk Mitte den Bau einer Gondelstrecke abgelehnt hat, wurde nun ein Bürgerbegehren für den Bau angemeldet – 6000 Unterschriften müssen die Initiatoren innerhalb von sechs Monaten sammeln.

 

Und diese sind keine Unbekannten, wie auch unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg kritisiert:

„Die Initiatoren sind Thomas Magold (Vorsitzender des Tourismusverbandes), Joachim Stratenschulte (Stiftung "Rickmer Rickmers") und Ex-Senatorin Herlind Gundelach (CDU). Was ist das für ein Bürgerbegehren, wenn Tourismusverband und Interessenvertreter es für ihre Anliegen missbrauchen!? Man kann hier wahrlich nicht von einer echten Bürgerinitiative sprechen. Es ist schade, dass nicht alle mit fairen Mitteln kämpfen. Die Bevölkerung von St. Pauli und Neustadt hat sich klar gegen eine Seilbahn ausgesprochen. Die Bedenken der Anwohner, dass sich St. Pauli vor Seilbahn-Touristen nicht mehr retten könnte und ein nicht mehr zu verkraftender Verkehr entstünde, muss hier mehr als ernst genommen werden und sollte akzeptiert werden. “

"Es ist unstrittig, dass Menschen außer Funktionen inne zu haben, natürlich auch als Privatpersonen in der Stadt agieren können, sollen und dürfen. Trotzdem darf bezweifelt werden, ob die Initiatoren von Bürgerbegehren dies doch eher von kommerziellen und politischen Interessen getragene Vorgehen im Sinn hatten, als sie sich anschickten für das Instrument Bürgerbegehren zu streiten und es zu  etablieren", fügt Jutta Kodrzynski hinzu.