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Hafen hat Sicherheitsbedenken gegenüber Seilbahn

Bei einem Spitzentreffen im Rathaus wurden massive Vorbehalte gegen beide Trassen einer Elbe-Seilbahn deutlich. Für die HafenCity-Variante über die Elbbrücken zum Theaterzelt „König der Löwen“ meldete Wirtschaftssenator Frank Horch Sicherheitsbedenken an. Der Grund sind Sicherheitsaspekte wegen der Führung über das Hafengebiet und dem sogenannte Störfallbetrieb, in denen Gefahrstoffe austreten können. Die Variante mit dem Startpunkt Glacischaussee auf St. Pauli und Ziel "König der Löwen"-Theater auf Steinwerder hält die Behörde für technisch und rechtlich nicht ausgeschlossen. Jedoch stellte sich hier der Bezirk Mitte hinter seine Anwohner und sprach sich in der Bezirksversammlung gegen die St. Pauli-Strecke und für die HafenCity-Variante in einem Beschluss aus. Besonders, da die Variante nicht bis Wilhelmsburg oder Harburg weitergeführt kann aus den gleichen Sicherheitsbedenken.

„Zunächst muss geklärt werden, ob Hamburg eine Seilbahn überhaupt braucht. Die Bevölkerung von St. Pauli und Neustadt hat sich klar gegen sie ausgesprochen, so hat sich der Bezirk Mitte im Hauptausschuss im letzten Jahr und noch einmal in der Bezirksversammlung letzte Woche gegen die St.Pauli/Neustadt-Variante ausgesprochen. Die Bedenken der Anwohner, dass sich St. Pauli vor Seilbahn-Touristen nicht mehr retten könnte, muss hier mehr als ernst genommen werden“ , erläutert unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg die Situation.

 

"Außerdem muss in die Entscheidung einbezogen werden, das gerade jetzt in der Stadt eine Debatte entbrannt ist, ob die Innenstadt noch mehr Events – und das wäre u.a.  eine Seilbahn – braucht. Eine Seilbahn zieht zu viel Verkehr an, den die Stadt an der Stelle nicht mehr verkraften kann", sagt Jutta Kodrzynski.

 

Nach der Sommerpause soll es eine Senatsdrucksache zur Seilbahn geben, die endgültige Entscheidung wird aber auch dann der Bezirk Mitte treffen.