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Senat muss SAGA mehr Möglichkeiten eröffnen

200 Wohnungen wollte die SAGA letztes Jahr bauen, nur 60 sind es geworden. Im Jahr davor waren es sogar nur 10. Abgeschlossen wurde das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 175,7 Millionen Euro. Dies gab das Unternehmen jetzt auf seiner Bilanz-Pressekonferenz bekannt.

Wie Vorstandsmitglied Thomas Krebs bei der Vorstellung der Jahresbilanz sagte, liegt es an der langen Bauzeit, dass der Beitrag der Saga/GWG zur Wohnungsbauoffensive des Senats sich noch nicht bemerkbar macht. Die Zahl der Fertigstellungen werde aber in den kommenden Jahren stark ansteigen.

 

Michael Osterburg zeigt sich erstaunt über diese Zahlen: „Der Gewinn der SAGA/GWG zeigt, dass die Mittel für Neubauten vorhanden sind. Das städtische Unternehmen sollte den Gewinn direkt reinvestieren“. In diesem Zusammenhang betont Osterburg: „Als öffentliches Unternehmen kann sich die SAGA/GWG beim Kampf um begehrte Grundstücke nur durchsetzen, wenn der Senat dort einen Anteil von Sozialwohnungen vorschreibt, die private Investoren nicht bauen wollten. An dieser Stelle steht Olaf Scholz in der Pflicht, seine Versprechen war zu machen“.

Mit 130.000 Wohnungen gehören der Saga/GWG 20 Prozent der Hamburger Mietwohnungen. Diese Marktmacht nutzt sie, um den Mietpreisanstieg zu dämpfen, indem sie ihre Durchschnittsmiete netto kalt pro Quadratmeter um nur 1,9 Prozent im letzten Jahr erhöhte. Das liegt etwas unter der Inflationsrate von zwei Prozent.

Wenn es gelänge, die nötigen Grundstücke zu erwerben, will die Saga/GWG den Neubau, von den im letzten Jahr angestrebten 762 Neuwohnungen im laufenden Jahr noch auf bis zu 1.000 aufstocken.