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Zeit für Gespräche

Dem am Donnerstag veröffentlichten Gutachten, über den Zustand der Esso-Häuser, folgten gestern erste Konsequenzen: Bezirksamtsleiter Andy Grote ließ die Tiefgarage sperren und wies die Eigentümerin „Bayerische Hausbau“ an, umgehend Abstützungsmaßnahmen vorzunehmen. Laut des Gutachtens ist die Stahlbetonkonstruktion im Inneren durch Zersetzung so stark beschädigt, dass Einsturzgefahr für die Tiefgarage und die darauf stehenden Gebäude nicht ausgeschlossen werden kann. 

 

Für den Fall, dass sich die „Bayrische Hausbau“ weigern sollte die Stützen zu sanieren, kündigte Grote radikale Folgen für die Mieter an: "Wenn der Eigentümer das nicht macht, kommen wir in die Situation, dass wir über ein Ende der Nutzbarkeit der Esso-Häuser sprechen müssen." Davon wären auch sämtliche Clubs und Bars am Spielbudenplatz betroffen. Die Mieter machen für die mangelnde Instandsetzung auch die früheren Besitzer verantwortlich: Sie werfen den ehemaligen Vermietern vor, seit Jahren um den Zustand des Hauses gewusst, aber nicht gehandelt zu haben. Dass die jetzige Besitzerin „Bayrische Hausbau“ beim Kauf der Immobilie vor zwei Jahren das Haus nicht überprüfte und so die Mängel nicht früher aufgedeckt wurden, ist sehr bedauerlich.


Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg ruft zur Besonnenheit auf: „Würde das von Grote beschriebene Szenario eintreffen, blieben den Mietern nur noch wenige Monate, höchstens ein Jahr, um ihre Wohnungen zu verlassen. Doch gerade jetzt sollte man keine Panik verbreiten. Die Lage ist ernst, aber es ist noch nichts entschieden. Jetzt muss der Dialog mit den Mietern und dem Stadtteil fortgesetzt werden, um gemeinsam über die Zukunft des Areals zu sprechen. Wir werden nicht zulassen, dass die Eigentümerin „Bayrische Hausbau“ die Situation aussitzt, ohne sich konstruktiv an Gesprächen zu beteiligen“.