www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Entscheidung über Seilbahn steht bevor

Noch in diesem Monat soll die Stadt eine Entscheidung über eine der beiden Seilbahntrassen im Hafen treffen. Dabei wird die Frage, ob überhaupt eine Seilbahn gebaut werden soll völlig ausgeblendet. Bereits vor zwei Jahren wurden die Pläne des Musicalunternehmens Stage Entertainment und dem österreichische Seilbahnunternehmen Doppelmayr vorgestellte – ein ähnliches Projekt hatten sie bereits in Koblenz realisiert. Die erste Version der Seilbahnführung soll von der Glacischaussee, in Höhe des Eingangs von Planten und Blomen, bis zum "König der Löwen"-Zelt führen. Das Hamburger Projektbüro Drees & Sommer und der Seilbahnbauer Leitner stellten im November vergangenen Jahres dann eine zweite Variante vor, die von der HafenCity Universität über den Segelschiffhafen und von dort aus zum südlichen Elbufer mit einer Station beim Musicalzelt des "Königs der Löwen" führen soll.

 

„Scheinbar sollen wir hier vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Eine Seilbahn für Hamburg muss erst einmal grundsätzlich entschieden werden, bevor die Strecke geplant wird. Zunächst muss man sich doch fragen, ob wir eine Seilbahn in Hamburg brauchen. Interessant wird die Stellungnahme der Wirtschaftsbehörde, die unter anderem auf einem Fragenkatalog beruht, den die Seilbahnanbieter beantworten mussten“, fasst Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg die Situation zusammen.

 

Man versuchte jüngst damit zu überzeugen, dass die Koblenzer für den Erhalt ihrer Seilbahn, die Stage Entertainment vor drei Jahren gebaut hatte, kämpfen. Die Seilbahn müsse bleiben, da sie sich zu einem Touristenmagnet entwickelt habe wird argumentiert. „Die St. Paulianer werden sich bedanken, wenn man ihnen mit der Seilbahn noch mehr Touristen verspricht. Viele Anwohner in der Neustadt und in St. Pauli sind nicht gerade begeistert von dem Projekt und haben erhebliche Bedenken “ fügt Osterburg hinzu.