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Wohnen in Hamm/Borgfelde – Aufwertung für Alle?

Unter diesem provokanten Motto fand gestern unsere Veranstaltung im HT 16 statt. Ein Thema, das vielen AnwohnerInnen am Herzen liegt und so war der Raum bis zum letzten Platz gefüllt.

Einig war man sich, dass die Quartiere entwickelt werden müssen, ohne die Bevölkerung zu vertreiben. Jedoch schon jetzt zeigen sich viele Veränderungen, vor allem im Wohnbereich der Quartiere, von denen auch unser Gast, Wilfried Lempfuhl vom Mieterverein zu Hamburg, ausführlich berichten konnte. Aber auch die BewohnerInnen beklagten schwierige Verhältnisse zu den Vermietern, fehlende Parkplätze, viele Neubauten und den noch immer mangelhaften Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr.

Es wurde vor allem eine Nord-Süd-Verbindung nach Wandsbek vermisst; ein Fakt, den wir bereits gegenüber dem HVV im Regionalausschuss artikuliert haben. Thematisiert wurde wiederum der Wunsch nach einem Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof, dass nun aber realisiert werden soll.

 

Viele BewohnerInnen sorgten sich allerdings, mit der Wohnsituation am Elisabethgehölz im Hinterkopf, dass sie in den Quartieren auch in Zukunft gut leben können. Hier wurde nicht zuletzt die Nahversorgung angesprochen, da immer mehr kleine Geschäfte zu machen und somit der Weg zum Supermarkt immer weiter wird.


Auch Michael Osterburg zeigt sich besorgt über die Situation in Hamm & Borgfelde: „Wir müssen hier frühzeitig gegen negative Veränderungen vorgehen, weshalb wir bereits die Soziale Erhaltungsverordnung für Hamm / Horn & Borgfelde gefordert haben und auch weiter fordern. Das Gebiet steht nun zumindest unter Beobachtung. Mit dieser Verordnung hätten wir ein Instrument, damit sich Bestandsmieten nicht im Übermaß verändern dürfen. Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen müssten mit der Stadt abgestimmt werden. Die Mieten würden über ein bestimmtes Maß gedeckelt werden und die Stadt hätte Vorkaufsrecht, wenn Spekulanten zu hoch pokern.


Die Soziale Erhaltungsverordnung kommt zwar für Fälle wie die Elisa zu spät, kann aber vor weiteren übermäßig profitorientierten Vorhaben schützen. Für die BewohnerInnen rund um das Elisabethgehölz werden wir aber weiter kämpfen und versuchen den Dialog mit der zuständigen Genossenschaft wieder aufleben zu lassen. Hier müssen sozial verträgliche und für alle BewohnerInnen akzeptable Lösungen gefunden werden. Die Verwaltung muss hier jetzt aktiv werden, die Förderung des Erhalts noch einmal prüfen und die Genossenschaft vhw zu einer aktiven Mitarbeit bringen,“ fasst Osterburg den gestrigen produktiven Abend zusammen.