www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Kein Abriss der City-Hochhäuser?

Diese Woche wurde der Umzug des Bezirksamts in das Münzviertel bekannt. Schon da war klar, der alte Standort, die City-Hochhäuser, sollen verkauft werden. Ein Filetgrundstück, jedoch bebaut mit einem „Schandfleck“, wie viele Hamburger die stark sanierungsbedürftigen City-Hochhäuser am Klosterwall schräg gegenüber dem Hauptbahnhof, in denen derzeit noch das Bezirksamt Mitte untergebracht ist, bezeichnen. Deshalb sollten die Hochhäuser abgerissen werden, um das Grundstück für Investoren mit der Möglichkeit eines Neubaus attraktiver zu gestalten.

 

Doch jetzt kommt heraus: Seit dem 1. Mai stehen die vier Hochhäuser unter Denkmalschutz. Grund dafür ist das neue Denkmalschutzgesetz, das von der im Rathaus regierenden SPD initiiert wurde. Bislang waren die Hochhäuser nur als Denkmal "erkannt", ebenso wie 3000 weitere Gebäude in Hamburg. Doch mit dem neuen Gesetz werden nun auch die "erkannten" Denkmäler automatisch unter den rechtlichen Schutz gestellt. Ein Abriss wäre jetzt nur auf Antrag und mit Genehmigung der zuständigen Kulturbehörde möglich.

Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg spricht sich trotz des neuen Denkmalschutzgesetzes für einen Abriss aus: „ Denkmalschutz ist sehr wichtig und fast immer von Vorrang, aber im Fall der City-Hochhäuser ist Lage etwas kritischer zu sehen. Die Gebäude sind bei weitem nicht mehr im Originalzustand und stünden wichtigen Zielen, wie Wohnungsbau und einer größeren Tiefgarage im Weg. Auch in der Kulturbehörde scheint der Abriss eine Möglichkeit zu sein, denn auch dort wird gesehen, dass wohnen in der Innenstadt und die Belebung des Bürostandortes im Vordergrund stehen“.