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Stadtteilgespräch St.Pauli - Beteiligung muss gehört werden

Das Stadtteilgespräch St.Pauli wurde sehr intensiv geführt. Neben dem sehr kompetent ausgestatteten Podium, waren auch im Publikum viele Initiativen und Organisationen zu Gast. Der Austausch über Beteiligungs-strukturen wurde auf einem inhaltlichen sehr hohen Maß geführt. Das Podium setzte sich zum einen aus den beiden externen Experten Niels Boeing (Wunschproduktion Alte Rindermarkthalle), dem Pastor der St. Pauli Kirche Sieghard Wilm zusammen. Zum anderen war unsere Direktkandidatin für Mitte Katharina Fegebank, unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg und unser BV-Abgeordneter für St.Pauli Dirk Petersen auf dem Podium vertreten. Es entstand ein munterer Austausch über die Strukturen und inhaltlichen Möglichkeiten zu Teilhabe im besonderen Stadtteil St. Pauli.

"Wir müssen in der Politik zu einer Kultur des Gehörtwerdens kommen. Hier muss ein Weiterdenken der Politik stattfinden. Es gibt viele Impulse aus den unterschiedlichsten Beteiligungsgremien und Bereichen. Hier muss ein besserer Interessenausgleich stattfinden. Ziel des neuen politischen Stils muss es sein, eine gemeinsame Basis für Diskussionen zu finden. Einige Entscheidungen müssen bei der Politik bleiben, andere können zusammen mit den Menschen vor Ort erarbeitet werden. Wichtig ist dabei, dass mit mehr Transparenz gearbeitet wird", appellierte unsere Direktkandidation Katharina Fegebank.

"Wir als GRÜNE werden auch in Zukunft versuchen, eine Gesprächskultur anszubieten. Es gibt hier vielfältige Probleme und Initiativen, die gehört werden müssen. Angefangen bei den Esso- oder Niebuhr-Häusern, über die alte Rindermarkthalle, oder die generellen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir nehmen die sozialen Probleme sehr ernst und versuchen ständig die Strukturen zu verbessern. Auch bei Verkehrsfragen scheitern wir leider immer wieder an der SPD. Wir wollten auf der Reeperbahn einen Fahrradstreifen und auf der Simon-von-Utrecht-Straße Tempo 30 durchsetzen, aber beides wurde abgelehnt. Wir bleiben da dran," verspricht Michael Osterburg.

"St.Pauli, mit seinen 25.000 Einwohnern, ist eigentlich eine Kleinstadt für sich, die diesem hohen Tourismusaufkommen und diesen Privatisierungstendenzen nicht gewachsen ist", sagt Dirk Pestersen zu Beginn. "Wir haben versucht zumindest für St.Pauli Süd einen Quartiersbeirat einzusetzen, damit die Beteiligungsgremien einen Anlaufpunkt für formale Empfehlungen an die Bezirksversammlung haben. Aber auch dieser wurde abgelehnt. Wir wollen hier ein klares Signal, auch der Verwaltung, erreichen, dass die Beteiligungskultur erwünscht ist," fügt Dirk Petersen hinzu.