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Forderung nach neuem Konzept für den Hafen

Dass sich der Wirtschaftssenator von seinem Wachstumsoptimismus beim Containerumschlag verabschiedet hat, wurde schon die letzten Wochen klar. Da der Containerumschlag zurückgeht, erwägt die Wirtschaftsbehörde am Kronprinzenkai den Bau eines dritten Kreuzfahrterminals in der Hansestadt. „Der Umschlag im Hamburger Hafen hat sich seit 2006 auf einem Niveau von neun Mio. TEU eingependelt. Gleichzeitig halten wir im Hafen die Infrastruktur für 14 Mio. TEU bereit. Damit liegen die Kapazitäten schon jetzt um mehr als 30 Prozent über dem realen Umschlag. Das ist ein ordentlicher Puffer für bessere Zeiten. Die Westerweiterung mit zwei Mio. TEU zusätzlicher Umschlagskapazität würde Hamburg 250 Mio. Euro kosten. Gegenwärtig schlägt Eurogate am Eurokai rund zwei Mio. TEU jährlich um“, listet Dr. Anjes Tjarks, Hafenpolitischer Sprecher der Grünen, die Zahlen auf.

 

Die Grünen fordern deshalb, dieser Erkenntnis nun Taten folgen zu lassen und die Westerweiterung des Hafens zu stoppen. Aus Sicht der Grünen hat Hamburg weder das Geld für die Investitionen noch den Bedarf für weitere Umschlagskapazitäten. Auch unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg unterstützt diese Forderungen: „Da die Weltwirtschaft schwächelt und der Containerumschlag stagniert, sollte die Westerweiterung vom Senat gestoppt werden. Die explodierenden Kosten für Hafeninvestitionen sind nun nicht mal aus wirtschaftlicher Sicht zu begründen. Das Konzept muss überdacht und eine neue Strategie vorgelegt werden.Wenn als Lückenbüßer Pläne, wie ein neuer Anleger für Kreuzfahrer, dienen sollen, ist das jämmerlich. Der Senat muss endlich auch mal im Sinne der Bürger handeln.“