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Neuer Anleger für Kreuzfahrtschiffe soll nach Mitte

Bisher war Steinwerder als Gebiet von besonderer Bedeutung für den Hamburger Hafen bekannt. Die Pläne für die Hafenerweiterung des Fracht- und Containerterminal CTS haben sich offenbar jedoch deutlich geändert. Da die Weltwirtschaft schwächelt und der Containerumschlag stagniert, erwägt die Wirtschaftsbehörde am Kronprinzenkai den Bau des dritten Kreuzfahrterminals in der Hansestadt. Verhandlungen mit der US-Reederei Carnival (der Mutter des deutschen Marktführers Aida Cruises) laufen bereits seit Ende März. Der Neubau am Kaiser-Wilhelm-Hafen wäre mit geschätzten 50 Millionen Euro vermutlich nur halb so teuer, wie im Überseequartier und könnte 2015 nutzbar sein.

Die Behörde verspricht sich von dem neuen Terminal, Hamburg zum Heimathafen für die Aida-Schiffe zu machen. Dies brächte der Stadt deutlich höhere Einnahmen (bisher sind es geschätzte 200 Milliarden Euro), als bisher bei Zwischenstopps der Passagierschiffe im Hafen.

 

Die Opposition jedoch kritisiert die Pläne von Senator Horch und auch unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg zeigt wenig Verständnis für die Pläne der Wirtschaftsbehörde: „Wir sollten uns wirklich fragen, ob wir noch einen Anleger für Kreuzfahrer benötigen. Hinzu kommt die Schadstoffbelastung für die Stadt. Inzwischen weiß jedes Kind in Hamburg, dass ein Kreuzfahrtschiff etwa so viele Schadstoffe in die Luft abgibt, wie 50.000 Autos. Der Kreuzfahrt Boom schafft der Stadt heftige Umwelt- und den Bürgern gesundheitliche Probleme. Gerade nach den Ergebnissen des Klimaberichts, ist es für mich unverständlich, wie überhaupt über einen potenziellen Kreuzfahrerzuwachs in Hamburg nachgedacht werden kann – bisher wurde nicht mal der Auftrag für einen Landstromanschluss vergeben.“