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Klimawandel fordert Taten

Eine neu erschienene Studie des Wirtschaftsinstituts beschreibt die Folgen des Klimawandels für Hamburg: Schon bis Ende dieses Jahrhunderts soll es laut den Forschern 17,7 zusätzliche Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad geben und an 6,1 weiteren Tagen sogar Temperaturen über 30 Grad.

Zugleich wächst auch die mittlere Regenmenge in der Metropolregion zwischen 2071 und 2100 um fünf Prozent, allerdings nicht gleichmäßig: Die Sommer werden trockener, im Winter hingegen wird es durchschnittlich sogar 22 Prozent mehr Niederschlag geben – und das ist nur das, was Forscher als ein mittleres Szenario bezeichnen.

 

Mit dieser Hiobsbotschaft liefert das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) jedoch auch Vorschläge, wie sich die Stadt den ökonomischen Folgen stellen kann.

Die Studie fließt in ein Gesamtprojekt der Umweltbehörde ein, die eine Anpassungsstrategie für die Hansestadt entwickelt. "Eine Standardlösung gibt es nicht, weil sich die Regionen und ihre lokalen Bedingungen unterscheiden", sagt der Forscher Sven Schulze. Er hat sich mit seinem Team deshalb auf die Hamburger Gegebenheiten konzentriert und die Tauglichkeit einer ganzen Reihe von Maßnahmen untersucht.

„Die Ergebnisse der Untersuchungen unterstreichen viele unsere Forderungen“, stellt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg fest. „Erst im Januar forderten wir die Verwaltung auf, auf Bodenversiegelungen, wenn möglich zu verzichten, sich mit der Verbesserung des Klimas durch Begrünung an Häusern zu beschäftigen und die Einführung einer flächendeckenden Tempo 30 Zone. An diesem Bericht wird deutlich, dass nur der Glaube an das Wachstum nicht mehr zeitgemäß ist. Wir müssen uns mit neuen Ideen und Maßnahmen mit dem Konflikt zwischen der wachsenden Stadt und der Klimafolgenanpassung beschäftigen. Es ist zu hoffen, dass die Dringlichkeit Grünflächen zu erhalten, regenerativen Energien auszubauen, des freien Zugang zu den Netzen und damit verbunden auch dessen vollständiger Rückkauf, des Ausbau von Fahrradinfrastruktur und des ÖPNV nun auch vom Senat erkannt wird. Um einen Umschwung zu erreichen, müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“