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Die Eröffnung der IBA hat Folgen für lokale Läden

Die Bauausstellung zieht auch Folgen für lokale Unternehmen nach sich. Eine Anschlagserie von Gegnern der IBA auf den kleinen Laden Messi de Luxe an der Mokrystraße setzte hier einen ersten negativen Höhepunkt der sozialen Spannungen. Die Gegner der IBA bewarfen den Laden an verschiedenen Tagen mit Farbbomben und haben nun Anfang April bei einer „Schnitzeljagd“ durch Wilhelmsburg im Haus eine Fensterscheibe eingeworfen.

 

Der Betreiber des Ladens ist natürlich fassungslos und verängstigt, warum diese Wut gerade ihm entgegenschlägt.

Grund ist scheinbar die Erwähnung in einer Broschüre der IBA als besuchenswerter kleiner Laden, der schöne Taschen u.ä. herstellt. Der Betreiber wusste von der Erwähnung bis vor wenigen Tagen überhaupt nichts.

„Im Stadtteil gibt es viel Beteiligungsmöglichkeiten für BürgerInnen, um ihre Argumente vorzutragen, Gewalt muss es nun wirklich nicht sein. Wir haben den Regionalausschuss und den Stadtteilbeirat Wilhelmsburg als direkte Beteiligungsmöglichkeiten und Plattformen für die Wünsche und Nöte der BürgerInnen.

 

Die Sorgen und Ängste der Gegner der IBA werden hier ernst genommen und diskutiert, aber und das sage ich sehr deutlich in Richtung der Steinewerfer, diese Kanalisierung der Wut über Sachbeschädigungen müssen aufhören und sind ganz bestimmt nicht der richtige Weg. Wir wollen auch, dass in Wilhelmsburg keine soziale Verdrängung stattfindet, aber es kann nicht sein, dass Anschläge auf lokale Unternehmer durchgeführt werden.

 

Die Stadt muss dringend mit den Wilhelmsburgern reden und gemeinsam Lösungen erarbeiten, dafür müssen diese sich aber an die aufgezählten Gremien wenden, um auf Augenhöhe diskutieren zu können. Wir sind nach wie vor für eine Soziale Erhaltensverordnung im Stadtteil“, fügt der Fraktionsvorsitzende Michael Osterburg besorgt hinzu.