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Neue Studenten - neue Förderprogramme

Auf die Studienplätze an der Universität Hamburg gab es erneut einen Rekordandrang. 4054 Bewerbungen sind eingegangen - ein Plus von 12,8 Prozent gegenüber dem vergangenen Sommersemester. Bereits zum Wintersemester 2012/2013 hatte es 54.495 Bewerbungen, aber nur gut 7800 Studienplätze gegeben.

 

„Es ist schön, dass Hamburg ein so beliebter Bildungsstandort ist. Aber gerade deshalb ist es wichtig, dass in Hamburg in die Universitäten investiert wird, damit wir nicht nur als Stadt, sondern auch unser Bildungsangebot attraktiv bleiben“, sagt dazu unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

Nachdem zu Beginn des letzten Wintersemesters Notunterkünfte für die neuen Studenten eingerichtet werden mussten, bleibt die Situation zum Start des Sommersemesters entspannt. „Wir dürfen uns jedoch nicht zu früh freuen. Die meisten Studiengänge starten in Hamburg zum Wintersemester, weshalb der Zuwachs an Studenten zum Sommersemester deutlich geringer ist. Deshalb können wir dies nicht als Indikator für einen entspannteren Wohnungsmarkt werten und müssen weiter an dieser Problematik arbeiten.“ stellt Osterburg fest.

 

In Mümmelmannsberg will deshalb in der Großwohnsiedlung aus den 1970er Jahren die Hamburger Wohnungsbaukreditanstalt (WK) mit einem Förderprogramm für Studierende und Auszubildende „stadtteilentwicklungspolitische Ziele“ voran bringen und gleichzeitig den hohen Bedarf an Wohnraum befriedigen. Studenten und Auszubildende sollen in Mümmelmannsberg und Billstedt vergünstigt wohnen können, und so die dortige Bevölkerung mit hohem Migrations- und Arbeitslosenanteil durchmischen.

 

"Wir haben dies auch bereits im Billstedter Regionalausschuss gefordert und hoffen, dass eine soziale Mischung im Stadtteil stattfinden wird. Studierende sind uns herzlich willkommen, wenn keine Verdrängung stattfindet", sagt unser Abgeordneter für Billstedt Murat Gözay.

 

„Auch wenn die beschlossenen Maßnahmen die Wohnungsnot in Hamburg nicht lösen werden, bietet der Zuzug von Studenten eine große Chance für Mümmelmannsberg. Die Sorge vor Gentrifizierung in solchen Fällen ist berechtigt, von einer solchen Problematik ist Mümmelmannsberg aber noch weit entfernt. Auf der anderen Seite sollten Studenten die Möglichkeit haben, in jedem Stadtteil mit denen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln leben zu können. Dieses Ziel ist jedoch nur durch verstärkte Anstrengungen beim Wohnungsbau im gesamten Stadtgebiet zu erreichen.“, fasst Osterburg zusammen.