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Sorge um Gentrifizierung in Wilhelmsburg

Eine Woche nach Eröffnung der der Internationalen Bauausstellung (IBA) im Stadtteil Wilhelmsburg zeigt sich die Bürgerschaft besorgt über eine mögliche Verdrängung alteingesessener Bewohner im Stadtteil Wilhelmsburg. Trotz dieser Sorge bleibt die SPD dabei optimistisch, dass es Wohnungen für alle gebe und niemand die Elbinsel verlassen müsse.


Unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg sieht das nicht ganz so optimistisch. Die jüngste Studie des Gymnasiums Ohmoor stellte für Wilhelmsburg einen Anstieg der Mieten um 19 Prozent fest. Und die Preise von Eigentumswohnungen kletterten laut einer LBS-Studie um 35 Prozent. „Wir haben bereits in 2009 einen Antrag auf vorbereitende Untersuchungen gestellt, der im Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel und in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte angenommen wurde. Passiert ist danach weiter nichts. Sorge reicht nicht! Wir brauchen mehr Personal im Bezirk, das die Veränderungen beobachtet, so dass wir gegebenen Falls mit einer sozialen Erhaltensverordnung rechtzeitig dagegen steuern können“, fordert aus diesem Grund Michael Osterburg.

 

Auch der Grünen-Stadtentwicklungsexperte Olaf Duge sprach sich für eine soziale Erhaltungssatzungen aus, um Luxussanierungen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu verhindern. Die IBA aber für eine Verdrängung verantwortlich zu machen, sei falsch. "Investitionen in sozial schwache Gebiete und auch eine begrenzte Aufwertung sind notwendig, um die soziale Spaltung der Stadt zu verringern."

 

„Wie in St. Georg ist zu befürchten, dass die SPD wieder so lange wartet, bis es zu spät ist und die Instrumente der Umwandlungsverordnung stumpf sind. Diese Taktik wird anscheinend auch in der Neustadt (nördlicher Teil) verfolgt“, stellt unsere Bezirksabgeordnete Jutta Kodrzynski fest und gibt weiter zu bedenken: „Gerade die Neustadt hat sich, mit Mieten die im Bereich zwischen 12 und 20 € / m² liegen, als sehr ergiebig für das spekulieren mit Wohnungen erwiesen. Wenn Frau Blankau mit den Worten "Das Wohnungsbaupotenzial in Wilhelmsburg ist enorm. Wir werden es nutzen" zitiert wird, dann lässt das für die weitere Entwicklung in Wilhelmsburg und die noch vorhandenen Grünflächen schlimmes befürchten und könnte in Wilhelmsburg durchaus als Drohung verstanden werden“.