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Sperrgebiete für Spielhallen in 5 Hamburger Bezirken

In Hamburg eröffnen immer mehr Wettbüros und Spielhallen. Es gibt bereits ungefähr 400 Spielhallen und ca. 200 Wettbüros. Die Tendenz ist dabei steigend. Problematisch ist die einhergehende Zahl der Spielsüchtigen, die ebenfalls steigend ist. Stadtplaner befürchten außerdem einen verstärkten Trading-down-Effekt. Durch die Ansiedlung solcher Gewerbe, sinkt die Attraktivität und Qualität einer Einkaufsstraße und viele, oftmals auch inhabergeführte, Geschäfte müssen schließen. Die Bezirke Mitte, Nord, Bergedorf, Wandsbek und Altona wollen nun strikter gegen Spielhallen vorgehen. „Endlich passiert etwas, nur leider viel zu spät. Die Grünen Mitte hatten schon 2010 einen Antrag eingebracht“ stellt Michael Osterburg der Fraktionsvorsitzende der Grünen aus Mitte fest.

Durch die Veränderung der Bebauungspläne sollen nun weitere Vergnügungsstätten verhindert werden. Im Bezirk Mitte ist vor allem in Billstedt ein starker Anstieg zu beobachten. Mit dem Bebauungsplan Billstedt 108 soll im Gebiet der Horner Rampe, Bergedorfer Straße und zwischen den U-Bahn-Haltestellen Legienstraße und Billstedt, ein Sperrgebiet entstehen. Der politische Wille ist nun endlich da, nur rechtlich ist es noch etwas kompliziert. Durch die Änderung des bundesweiten Glücksspielgesetzes, sind Wettbüros zwar nicht legal, aber derzeit noch geduldet. Die Zuständigkeit liegt bei der Behörde für Inneres. Spielhallen ohne Wettautomaten sind davon nicht betroffen, sie können mit Bebauungsplänen verhindert werden.