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Abriss des Wohnblocks „Am Elisabethgehölz“?

Der komplette Wohnblock „Am Elisabethgehölz“ soll abgerissen werden, so sieht es zumindest die Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft (vhw). Eine diesbezügliche Entscheidung soll in der kommenden Woche gefällt werden und das obwohl seit Januar 2012 ein Runder Tisch tagt der eine Sanierung der 122 Wohnungen anstrebt beziehungsweise versucht eine Alternative zum Abriss zu finden die für alle Beteiligten tragfähig ist. Mit am Tisch sitzen Mieterinnen und Mieter, Bezirkspolitiker, Vertreter des Mietervereins und die vhw.

„Wir sind von diesem intransparenten Vorgehen sehr irritiert. Wenn es dieses Gutachten gibt, dann muss es auch öffentlich gemacht werden. Der Runde Tisch gilt für uns als Ort der Entscheidungsfindung und des Dialogs. Er wurde ursprünglich einberufen, um Neuerungen und Strategien auf Augenhöhe zu besprechen. Wir wollen alle Fakten kennen und dann im Sinne des Runden Tisches mit allen Betroffenen gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Gutachten und Unterlagen müssen veröffentlicht werden, damit wir uns ein Bild über die Situation machen können,“ sagt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte und Mitglied des Runden Tisches. Auch der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion Olaf Duge ist über das Vorgehen nicht erfreut: „Das Gutachten muss unverzüglich auf den Tisch und neutral geprüft werden. Das Ganze bekommt einen sehr faden Beigeschmack, wenn jetzt durch die Hintertür alle bisherigen Verhandlungsergebnisse und Zusagen mit einem Geheimgutachten vom Tisch gefegt werden. Es ist überhaupt nicht klar, wieso plötzlich die Bausubstanz lebensbedrohlich schlecht sein soll. Für eine Genossenschaft, die das Verfahren mit dem Runden Tisch als einmalig bezeichnet, ist ein solches Verhalten unwürdig.“