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Kontaktverbotsordnung in St. Georg ein Erfolg?

Seit gut einem Jahr gilt im Hamburger Stadtteil St. Georg das Kontaktverbot von Freiern und Prostituierten. Während durch eine Sperrgebietsverordnung bislang vor allem die SexarbeiterInnen bestraft wurden, werden seither auch Freier belangt. „Gut ist, dass auch die Kunden zur Kasse gebeten werden" , meint der Fraktionsvorsitzende Michael Osterburg.

Prostitution hat in St. Georg wie auf der Reeperbahn in St. Pauli Tradition. Dennoch gilt in St. Georg ein durchgängiges Verbot, welches lange Zeit nicht verfolgt wurde. Die Hamburger Behörde für Inneres und Sport sieht nun nach einem Jahr das Kontaktverbot als Erfolg an. Die einhergehende Schließung des Straßenstrichs gilt als positiv, da die Freier nun in Bars und Kneipen agieren und nicht mehr auf der Straße. Ungeachtet bleiben dabei die Folgen des Verbots für die SexarbeiterInnen. Die Sexarbeit findet viel mehr im Verborgenen statt und es besteht dadurch ein erhöhtes Risiko für die Frauen. Durch die Bußgelder, die meistens immer noch die Frauen häufiger zahlen müssen, muss viel mehr gearbeitet werden und auch die Preise sind insgesamt gesunken. Das Verbot kann daher nicht nur als Erfolg bewertet werden „Es muss mehr gegen den Menschenhandel gemacht werden und den Frauen sollte geholfen werden sich aus der Zwangslage zu befreien“, betont Michael Osterburg.