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Resolution "Gotteshäuser sollen versöhnen, nicht spalten" in der Bezirksversammlung beschlossen

Die Umwandlung der ehemaligen Kapernaum-Kirche in Horn in eine Moschee hat zu einer überregional beachteten Diskussion geführt. Leider wird die Diskussion auch für populistische Kommentare aus der Politik und Kirche genutzt. Diese werden der Verantwortung für das Miteinander nicht gerecht und sorgen für Irritationen und Zweifel, wo Einigkeit und Klarheit gefordert ist. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat gestern nun eine Resolution zur Kapernaum-Kirche beschlossen, ohne die Stimmen der CDU, die sich enthielt. „Der Beschluss der Resolution ist eine wichtiger Schritt für mehr Dialog im Stadtteil“, freut sich der Grüne-Fraktionsvorsitzende Michael Osterburg.

In der Resolution wurde beschlossen, dass die Bezirksversammlung sich einsetzt für ein respektvolles Miteinander in guten Nachbarschaften und es wird ein sachorientierter Umgang mit dem Thema gefordert. Die Bezirksversammlung soll die Sorgen und Nöte aller Menschen ernst nehmen. Weiterhin begrüßt sie, dass die Al-Nour-Gemeinde in Kürze in Horn eine öffentliche Informationsveranstaltung durchführen will und wird die Gemeinde dabei unterstützen. Auch die Aussage der Bischöfin Fehrs, die Situation konsensorientiert und positiv gestalten zu wollen, ist begrüßenswert. Die Bezirksversammlung fordert die Kirche auf, diesen Weg nicht zu verlassen. Außerdem begrüßt sie das Motto "Außen Kirche, innen Moschee" der Al-Nour-Gemeinde und wünscht sich, dass in Zukunft auch in geeigneter Weise an die historische Nutzung erinnert wird.

ResolutionKapernaum_gr.pdf
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