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Nachgefragt: Ausgleichs- und Grünflächen im Bezirk sicherstellen

Die Grüne-Fraktion Mitte hat noch einmal nachgefragt, wie es eigentlich mit der Sicherstellung von Ausgleichs- und Grünflächen im Bezirk aussieht. Laut unserem Antrag vom 16.04.2012, der von der Bezirksversammlung bestätigt wurde, müssen Ersatzmaßnahmen und Ausgleichsflächen immer ortsnah geschehen. Wir stellten deshalb ein Anfrage an die Verwaltung zu dem Gelände in der Dratelnstraße, der Fläche am Hornartsdeicher Weg in Wilhelmsburg und nach dem Ausgleichskonzept für die Verlegungen der Wilhelmsburger Reichsstraße. Die vollständige Stellungnahme ist als Download verfügbar. Im unteren Teil kommentieren wir die Antwort noch einmal.

A 20-108-12 Ausgleichsflaechen sicher st
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Dratelnstraße
Das Gelände an der Dratelnstraße wird von der igs als Stellplatzfläche genutzt. Wir wollten den Parkplatz nicht an dieser Stelle. Es wurde zu viel gewachsene Natur zerstört, die auch für ein Biotopverbundsystem wichtig gewesen wäre. Dass der Ausgleich nun im ersten Quartal 2013 fertig gestellt wird, ist zwar zu begrüßen, tröstet aber kaum über den Verlust hinweg. Nun gilt es zu überlegen, was mit der Fläche in Zukunft passiert. Wir würden es begrüßen, wenn der Bebauungsplan so geändert wird, dass auch im nördlichen Teil Grünfläche ausgewiesen wird. So könnte Platz für weitere Ausgleichsflächen geschaffen werden. Dieser wird dringend benötigt.

Honartsdeicher Weg
Die Erklärung zum Vorbehaltgebiets aufgrund der ehemaligen Planung zur Hafequerspange ist aufgehoben. Durch die Fortschreibung des Rahmenkonzepts der BSU „Sprung über die Elbe“ und dem Planfeststellungsverfahren zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße ist jedoch ein neuer Vorbehalt entstanden. Wir wollen weiterhin, dass es als Grünfläche entwickelt wird und es gibt dazu auch eine entsprechende Beschlusslage aus der Bezirksversammlung, an der werden wir festhalten. Es bleibt zu hoffen, dass nicht die gesamte Fläche zum Vorbehaltsgebiet erklärt wird. Es sollte auch nicht alles dem Wohnungsbau vorbehalten werden, dies würde den Charakter der Elbinseln stark verändern. Noch gibt es Grünflächen und die sollten auch erhalten bleiben und weiterentwickelt werden.



Wilhelmsburger Reichsstraße
Es ist zu begrüßen, dass hier schon an den Ausgleich gedacht wurde und das alle bisher geplanten

Maßnahmen auch ortsnah sind. Geplant ist:

  • Rückbau der Wilhelmsburger Reichstraße

  • Maßnahmen zur Entwicklung der Freiraum- und Biotopverbundachse Ernst-August-Kanal

  • Maßnahmen zur Stärkung der Funktionsbeziehungen zwischen Süderelbe und Wilhelmsburger Park

  • Maßnahmen im Bereich „Kornweide“ im Süden und Osten von Wilhelmsburg-Kirchdorf

 

Eine merkwürdige Logik ist, den Rückbau der alten Wilhelmsburger Reichsstraße als Ausgleich zu betrachten. Vor allem, weil es dann wieder ausgeglichen werden muss, wenn dort gebaut wird.