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Schlechte Zeiten für Parksünder – Maßnahmen für effizientere Parkraumbewirtschaftung beschlossen

35 Millionen Euro gehen der Stadt jährlich durch unehrliche Parker verloren. Das soll sich durch verschärfte Kontrollen und veränderte Bewirtschaftungszeiten der Parkplätze nun verändern: Wer in der Innenstadt parken will, muss ab dem Frühjahr von Montag bis Sonnabend zwischen 9 und 20 Uhr ein Parkticket ziehen, in Bereichen, wo auch nachts Parkplätze gesucht werden, etwa vor Restaurants, soll die Gebührenzeit bis Mitternacht ausgedehnt werden.

Nicht nur die Parkzeiten, auch die Zahl der gebührenpflichtigen Stellplätze in der Innenstadt wird mit der Abschaffung der Parkscheibe und der Umwandlung in gebührenpflichtige Parkplätze erhöht.

Dabei wird zusätzlich die Höchstparkdauer durchgehend auf eine Stunde festgelegt, außerhalb der Innenstadt von drei auf zwei Stunden abgesenkt. Um diese Neuregelungen umzusetzen, müssen die 600 Parkautomaten und 150 Parkuhren umprogrammiert und neu beschriftet werden. Die Kosten beziffert der Senat mit 163.000 Euro.

Michael Osterburg begrüßt die Maßnahmen, denn: „Das Parken in der City ist ja schon lange kostenpflichtig, wird aber von zu Wenigen beachtet. Es schadet den Läden in der Innenstadt, wenn Menschen, die es sich leisten können, den ganzen Tag einen Parkplatz besetzen und mögliche Kunden, die einen akuten Parkplatzbedarf haben, keinen finden.“

 

Verändert wird nicht nur die Parkraumbewirtschaftung selbst, sondern auch deren Kontrolle. Ab März sollen sieben zusätzliche Mitarbeiter in der Innenstadt auf Streife gehen. Dabei handelt es sich um ehemalige Mitarbeiter der Polizei, Feuerwehr und des Justizvollzugs, die dort nicht mehr einsatzfähig sind. Die neu gegründete Gruppe soll 1700 Parkplätze zwischen Hauptbahnhof, Rathaus und der HafenCity überwachen. Fünfmal am Tag wird sie auf diesem Gebiet Streife gehen.

„Eine Arbeitserhaltungsmaßnahme, die sehr zu begrüßen ist. So können wichtige Arbeitsplätze erhalten und bestehendes Personal sinnvoll eingesetzt werden.“, findet Michael Osterburg. „Insgesamt ist das neue Konzept für die Innenstadt zu begrüßen. Bis jetzt waren die ehrlich zahlenden Parker die Dummen. Dies muss sich umkehren. Außerdem könnte das Konzept den Umstieg vieler noch unvernünftiger Autofahrer auf den ÖPNV fördern und die morgendlichen Staus reduzieren. Dies würde den Wirtschaftsverkehr besser fließen lassen.“