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Wilhelmsburger Reichsstraße: Wirklicher Kompromiss?

Die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße bietet viel Raum für breite Debatten. Das „Beratungsgremium zur Verlagerung der Wilhelmsburger Reichsstraße“ hatte sich deutlich für drei Punkte ausgesprochen, diese waren Tempo 60 (statt 80 km/h), besserer Lärmschutz für Georgswerder und Tempo 30 nachts auf der Winsener- und Bremer Straße. Diesen einstimmigen Beschluss übergeht die SPD.

Jetzt haben sie einen eigenen Vorschlag eingebracht, der einen Kompromiss darstellen soll. Sie fordern eine Tempobeschränkung von 70 km/h, was durch aufstellen von Blitzanlagen gewährleistet werden soll. Zudem wollen sie eine geringere Straßenbreite prüfen lassen. „Dieser Kompromiss ist erst durch Druck der Grünen entstanden. Mit einer echten Beteiligung des Beratungsgremiums hat das nichts zu tun, die SPD rückt ein Stückchen in die richtige Richtung, möchte dies aber erst nur prüfen lassen“, sagt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte. Im kommenden Juni soll vom Senat eine Erklärung folgen warum welche Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren berücksichtigt wurden und welche nicht. Osterburg fährt fort: „Die Forderungen müssen ernst genommen werden, der Senat kann da nicht einfach drüber hinweggehen und weiterhin an seinen 80 km/h und der breiten Straße festhalten. Es ist endlich gelungen kritische und befürwortende Stimmen zur Verlegung der Reichsstaße an einen Tisch zu bekommen und die Vorschläge lassen sich teilweise sogar ohne weitere Verzögerungen der Planungen umsetzen.“