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SPD kann soziale Wohnungsnot nicht aufhalten

Wer in Hamburg auf günstigen Wohnungsraum angewiesen ist, hat derzeit und wohl auch in Zukunft schlechte Karten.

Eine Studie des Eduard Pestel Instituts deckt alarmierende Zahlen auf: Demnach fehlen in Hamburg rund 110.000 Sozialwohnungen.

Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg ist bestürzt: „Der Senat muss endlich genügend bezahlbare Wohnungen liefern. Dies hat Olaf Scholz den Menschen schon im Wahlkampf versprochen.“

Zwar baut der Senat jährlich 6000 neue Wohnungen, von denen ca. 2000 in die Bindung als Sozialwohnung fallen, bis 2020 rutschen jedoch gleichzeitig 35.000 Wohnungen wieder aus der Bindung heraus. Die Zahl verfügbarer Sozialwohnungen sinkt somit unaufhaltsam weiter.

Hinzu kommt, teilt das Eduard Pestel Institut mit, dass Hamburg unter allen Bundesländern führend in der Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung ist. „Wer auf eine wachsende Stadt setzt, muss dabei auch für ausreichend Wohnraum sorgen. Dabei sollte gerade die SPD einen Fokus auf die Bedürfnisse von Einkommensschwächeren legen“, fordert Osterburg.

Auch Sylvia Sonnemann vom Verein Mieter helfen Mieter erlebt täglich, was die Statistiken nur erahnen lassen. 42% der Hamburger Haushalte verdienen so wenig, dass sie für eine Sozialwohnung berechtigt sind. „Verschärft wird die Situation dadurch, dass viele Mieter wegen Mietsteigerung aufgrund von Modernisierungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen ihre Wohnungen verlassen müssen“, beschreibt Frau Sonnemann. Viele Mieter, die Beratung bei ihr suchen, würden inzwischen aufs Land und an den Stadtrand ziehen, da sie sich eine Wohnung in der Stadt nicht mehr leisten könnten.