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Bewährte Praxis

Schon seit der Antike ist es gängige Praxis Gebetsstätten umzuwandeln und dem jeweiligen, vorherrschenden Glauben umzuwidmen. Damals war es nicht unbedingt wichtig welche Religion davor dort praktiziert wurde, sondern nur, dass es ein heiliger Ort war und die Räumlichkeiten gegeben waren. Eine ehemalige evangelische Kirche in Horn würdigt den islamischen Glauben besser, als eine Tiefgarage in St. Georg. Also wieso nicht vorhandene Substanzen nutzen? Das dachte sich auch das islamische Zentrum Al-Nour, als sie die verlassene Kirche in Horn kauften.

Bis 2005 wurde die Kapernaumkirche für evangelische Gottesdienste genutzt, in drei Monaten soll der Umbau zur Moschee beginnen. „Wir Grünen haben die Suche der Gläubigen nach geeigneten Räumen für die große Gemeinde begleitet und beobachtet. Sie wurden ganz schön oft von den Anwohnern abgewiesen. Horn ist ein guter Standort und auch sehr gut mit der U-Bahn-Station Horner Rennbahn angebunden, so dass nicht befürchtet werden muss, dass es zu Parkproblemen kommt. Wir fordern, dass die Bürger mit in die Planungen einbezogen werden. Dazu wollen wir so schnell es geht eine Informationsveranstaltung realisieren“, verspricht Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Bezirksfraktion. 600 Mitglieder zählt die Al-Nour Gemeinde – so viele werden wohl nicht in das neue Gotteshaus passen. Es ist trotzdem ein bedeutender Schritt raus aus den Garagen und hinein in ein Gebäude, das die Anerkennung des Glaubens signalisiert.