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Neues Denkmalschutzgesetz

Der Kultur- und Stadtentwicklungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft diskutiert heute einen neuen Entwurf zum Denkmalschutzgesetz. In dem Entwurf geht es darum, dass künftig in Hamburg das 'Ipsa Lege'-Prinzip eingeführt werden soll. Dieses ist bereits in 12 Bundesländern Standard und besagt, dass alle Denkmäler gleichermaßen geschützt werden sollen. Bisher hat die Stadt 1900 rechtlich 'geschützte' Gebäude, welche rechtlich als Denkmäler anerkannt sind. Daneben gibt es 3000 Gebäude, die als Denkmal 'erkannt' sind, aber nicht den formal-rechtlichen Status eines Denkmals haben. Nun sollen alle Gebäude diesen rechtlichen Status erhalten. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Michael Osterburg freut sich „Wir haben uns schon immer für den Denkmalschutz eingesetzt und sehen in diesem Dogmenwechsel eine Chance das historische Hamburg zu retten, zumindest das was noch da ist.“

Kritiker befürchten, dass es zu erheblichen personellem Mehraufwand kommen wird, da nun alle denkmalgeschützten Gebäude Umbauten genehmigen lassen müssen. Bisher waren die 'erkannten' Denkmäler nur anzeigepflichtig. Der Grundeigentümer Verband kritisiert außerdem, dass durch das neue Gesetz alle Gebäude pauschal unter Denkmalschutz stehen und fordert eine Prüfung. „Der

Denkmalschutz steht dem Wohnungsbau nicht im Wege, sondern es ist eine Chance die

Wohnqualität und das Wohnumfeld zu erhalten und zu verbessern“ entgegnet Michael Osterburg den Befürchtungen.