www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Kürzungen bei der Stadtreinigung

Das neue Jahr hat begonnen. In vielen Teilen der Hamburger Mitte allerdings stark zugemüllt. Dies könnte daran liegen, dass die Stadt die Mittel für die Stadtreinigung gekürzt hat. Für 2012 waren um die 24 Millionen Euro veranschlagt um unter anderem die öffentlichen Abfallkörbe zu entleeren. Jetzt stehen für dieses Jahr nur noch um die 20,6 Millionen Euro zur Verfügung. Abfalleimer sind abmontiert worden und es sollen auch noch weitere der roten Behälter verschwinden. Trotz Kürzungen und Abmontage sollen diese Maßnahmen allerdings keine Auswirkungen auf die Sauberkeit im Stadtbild haben, sagt die Umweltbehörde.

Die Gelder seien lediglich umgesteuert worden. Eine Idee sei, größere Abfallbehälter anzubringen, um Personal bei der Leerung zu sparen. Rund 300.000 Liter Müll leert die Stadtreinigung pro Woche in Hamburg: „Das bei der Einwohnerzahl in Mitte täglich viel Abfall anfällt, ist nicht verwunderlich. Der Umgang mit der Entsorgung braucht nicht nur Mülleimer, sondern auch Aufklärung in der Bevölkerung. Größere Mülleimer können nur der Anfang sein. Eine Strategie zur Müllvermeidung muss her und mit den Bewohnern Hamburgs diskutiert werden. In die Parks und auf die Grünstreifen gehört der Müll schließlich nicht.", findet Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte. Es ist viel Aufklärungsbedarf nötig um ein Gespür dafür zu entwickeln wie man vielleicht Müll sparen kann, ihn nicht achtlos in die Büsche wirft oder wie man sinnvoll trennt. Denn die langfristigste und sinnvollste Lösung ist immer noch die der Müllvermeidung.

Die Stadtreinigung hat aber nicht nur mit den Müllmengen zu kämpfen, auch das Räumen von Schnee und Eis im Winter klappt nicht immer reibungslos. Im gestrigen Regionalausschuss Hamm, Horn, Borgfelde und Rothenburgsort wurden die Versäumnisse beim letzten Schnee angesprochen. Schwachstellen waren vor allem die Bereiche, die unter die Zuständigkeit des HVV fallen, bzw. teilweise dazu gehören. Bei den U-Bahn-Stationen Rauhes Haus und Horner Rennbahn wurde sehr schlecht geräumt, aber auch in vielen Nebenstraßen im gesamten Stadtteilgebiet Horn ließ die Räumung sehr zu wünschen übrig. "Wir hoffen, dass bei einem weiteren Wintereinbruch Anfang 2013 auch die Räumung der Seitenstraßen vermehrt von der Stadt in Angriff genommen wird. Gerade in Wohngebieten sind viele Kinder und ältere Menschen von der teilweise schlechten Räumung betroffen gewesen“, so Osterburg.