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Vielfalt erhalten: Chinesische Schule braucht vielleicht neue Räume

Seit sieben Jahren hat die Hanhua Chinesisch-Schule in den Klassenräumen des Gymnasiums in Hamm ihren Sitz. Hier werden jeden Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr chinesische Kultur, Geschichte und die chinesische Sprache in Wort und Schrift gelehrt und gelernt. Über 300 Kinder besiedeln dann zwölf Klassenräume. Mehr als 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind nicht chinesischstämmig sondern gehören anderen Nationalitäten an.

Doch im November wurde der Chinesisch Schule zunächst zum Jahresanfang gekündigt. Als Begründung wurde die aufwendige Reinigung und die starke Beanspruchung der Räume angeführt. Zudem seien einige Regeln gebrochen: „Es wäre schade, würde es zu der Schließung kommen und wir hoffen, dass die Schule vor Ort ihre Arbeit weiter machen kann. In Mitte muss Integration wieder großgeschrieben werden und gerade die Vielfalt im Stadtviertel macht dies möglich. Viele Kinder kommen in Hamm durch diese Einrichtung in Kontakt mit der chinesischen Kultur und Sprache. Sprachförderung in diesem Bereich hilft allen Kindern, da Chinesisch immer wichtiger wird. Der Erhalt der Sonntagsschule als aktiver Integrationstreff vor Ort ist ein weiterer Aspekt der für einen aktiven Stadtteil wichtig ist. Wir hoffen, dass es zu einer Einigung kommt und diese Institution vor Ort verbleiben kann", meint Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte.

Ab Jahresanfang sollten die Räume nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch dies war wohl zu übermotiviert vom Schulleiter aus Hamm. Er hatte dies nicht mit der Schulbehörde abgesprochen, die nun die Fristen erweichen konnte und auch mithilft auf der Suche nach neuen Klassenräumen. Laut Idee des chinesischen Schulleiters sollte es ein leerstehendes Gebäude sein, damit die Chinesische Schule auch unter der Woche öffnen und mit der Zeit ein richtiges chinesisches Zentrum entstehen kann.

„Es wäre schön, wenn der Verbleib in Hamm gesichert werden könnte. Ein neuer gut ausgestatteter Standort mit längeren Öffnungszeiten sollte der Schule aber garantiert werden“, meint Michael Osterburg.