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Hat Jeremie seinen Platz gefunden?

Vier Wochen war Jeremie verschwunden. Jetzt ist er wieder aufgetaucht und wurde in einer hamburger Kinder- und Jugendpsychatrie untersucht und stationär betreut, da er als suizidgefährdet galt. Es war lange unsicher was danach mit ihm passieren sollte, wo er untergebracht werden wird. Nun soll er in einer Hamburger Einrichtung wohnen. Es ist ein intensiv betreutes Kinder- und Jugendlichen-Wohnprojekt in Mitte geworden: „Es ist zu hoffen, dass das Betreuungsset für Jeremie beim Hamburger Träger ausreicht und der verabredete Hilfeplan für den Jungen eingehalten wird. Ganz wichtig ist auch, das Jeremie nicht mehr im skandalträchtigen Wechselspiel der Medien auftaucht“, sagt Jugendpolitischer Sprecher der Grünen in Mitte Lothar Knode und fährt fort: „Abzuwarten ist nun die bevorstehende Verhandlung vor dem Familiengericht, indem ein Beschluss zum Sorgerecht und Umgangsrecht zu erwarten ist. Es ist dann zu hoffen, dass der Beschluss von allen Beteiligten respektiert wird und somit erneute Rechtsstreitigkeiten beendet werden. Jeremie soll die Chance bekommen und nutzen, sich zu seinem Wohl zu entwickeln.“

Vor der Unterbringung im Wanderzirkus galt als einzige Alternative die geschlossene Einrichtung. Dies sei bei dem jetzigen Wohnprojekt nicht der Fall. Allerdings hätten jetzt auch Großeltern und Eltern zu der Unterbringung zugestimmt, obwohl der Junge nicht wie gewünscht in der Familie bleibt. Das Verhältnis zu ihnen ist allerdings schwierig und es müssen noch viele offene Fragen geklärt werden. Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte Michael Osterburg sagt: „Es gut, dass für Jeremie in Hamburg eine Betreuung gefunden wurde. Die offene Unterbringung und das Betreuungskonzept müssen sich jetzt bewähren, da Jeremie vor seiner ersten Unterbringungen immer wieder durch Gewalt und Autoritätsproblem aufgefallen war. Jeremies Familie muss dies akzeptieren und im Sinne des Kindes handeln und nicht aufgrund von eignen Interessen das Kindeswohl gefährdet.“