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Behörde und HVV wollen keinen direkten Austausch mit Bürgern

In einem interfraktionellen Antrag forderte der Regionalausschuss Horn, Hamm, Borgfelde und Rothenburgsort Ende letzten Jahres den Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV) auf im Ausschuss zu den Anbindungen an den öffentlichen Personennahverkehr im Regionalbereich zu berichten.

In den darauf folgenden Wochen erreichten den Regionalausschuss zahlreiche Anregungen von Bürgern und aus den regionalen Quartiersbeiräten Horner Geest und Osterbrookviertel sowie aus dem Stadtteilrat Rothenburgsort. Diese betrafen unter anderem Taktungen der Verkehrsmittel, Wartezeiten und Busauslastungen. Die zuständige Behörde für Wirtschaft, Innovation und Verkehr lehnte im Auftrag des HVV dieses Anliegen ab trotz mehrmaligen Nachfragen.

 

Nun fordert die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und den HVV auf, dem Anliegen des Regionalausschusses nachzukommen und einen Referenten in den Ausschuss zu senden.

Die Kommunalpolitiker vor Ort und die ehrenamtlichen Beratungsgremien sind enttäuscht über das Verhalten der Behörde und des HVV.

Susanne Buhl, SPD-Bezirksabgeordnete: “Die Fahrgastzahlen steigen im öffentlichen Personennahverkehr. Das zeigt, dass Bus und Bahn wichtige tagtägliche Transportmittel für die Menschen vor Ort sind. Für die Behörde und den HVV müsste es doch ein großes Anliegen sein, für die Nutzerinnen und Nutzer bessere Anbindungen im Regionalbereich zu schaffen. Es stellt sich hier die Frage, warum die Behörde und der HVV den direkten Austausch im Ausschuss aus dem Weg gehen. Vor allem vor der Tatsache, dass wir der größte Regionalausschussbereich in ganz Hamburg sind und fast 91.000 Einwohner vertreten. Und der HVV kein privates, sondern ein Hamburger öffentliches Unternehmen ist. Diese Abwehrhaltung ist ein völlig unmöglicher Vorgang.“

Bernd Ohde, Sprecher der FDP Hamburg-Mitte: "Wir benötigen auch im Osten unseres Bezirks bedarfsgerechte und barrierefreie Verkehrswege. Der HVV muss endlich die Menschen vor Ort, die Beiräte, und die gewählte Kommunalpolitik mit ihren Ideen ernsthaft berücksichtigen."

Michael Osterburg, Sprecher der GRÜNEN: “Der Regionalbereich, speziell Hamm, braucht ein gutes Nahverkehrskonzept mit verstärkten Nord-Süd-Verbindungen. Schlimm, wie mit konstruktiven Vorschlägen der BürgerInnen und Stadtteilbeiräten umgegangen wird.“ 

Die Stadt hält 85,50% an der Hamburger Verkehrsverbund GmbH. Dem Aufsichtsrat steht als Vorsitzender Staatsrat Andreas Rieckhof aus der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation vor.