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Veränderungen für St. Georg

St. Georg und sein Herzstück die Lange Reihe sind im Wandel. Wie viele der Innenstadtviertel von Hamburg ist auch dieser Stadtteil gezwungen zwischen Szene und Wohnqualität abzuwägen. Denn es zeigt sich immer wieder, dass nicht alles an allen Orten gehen kann. Die unterschiedlichen Bedürfnisse korrelieren miteinander. Jetzt soll es für St. Georg einen Runden Tisch geben der sich diesen Unterschieden annehmen möchte. Im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte wurde in diesem Zusammenhang beschlossen, dass keine weitere Gastronomie an der Langen Reihe genehmigt und mehr familiengerechtes Wohnen in der Neustadt, St. Georg und Georgswerder gefördert werden soll.

Damit die Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Gastronomie an der Langen Reihe erhalten bleibt, hatten die Grünen aus Mitte im Oktober beantragt, dass die Gastronomie begrenzt werden müsse: „Oft werden Läden durch Szene-Gastronomie verdrängt, weil diese höhere Mieten finanzieren können", sagt Michael Osterburg, Fraktionschef der Grünen in Hamburg-Mitte und fährt fort, „Das gefährdet die Nahversorgung der Bevölkerung. Es geht uns darum, das Flair der Langen Reihe zu erhalten, denn gerade inhabergeführte Läden machen den Charme von St. Georg aus."

Die Schritte die nun eingeleitet werden sehen erst einmal eine Prüfung vor, ob die Gastronomie tatsächlich die Überhand gewonnen hat. Dazu werde auch die Wohnbevölkerung befragt werden. Danach muss der Bebauungsplan dahingehend verändert werden, dass keine Genehmigung mehr für Gastronomie an der Langen Reihe ausgegeben wird.

Es ist viel geplant in St. Georg, auch größere Bauherren haben nun wohl erkannt, dass mit Büros alleine nichts gewonnen werden kann. So soll es mehr geförderte Wohnungen anstatt Eigentumswohnungen An der Koppel 43-45 geben, oder ein geplanter Bürobau soll ein Stockwerk weniger bekommen oder um Baumbestand zu erhalten soll die Anzahl von geplanten Stellplätzen verringert werden. Es scheint ein allgemeines Umdenken statt gefunden zu haben, hin zu mehr Qualität im Wohn- und Arbeitsumfeld.