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Umgehungsstraße für Finkenwerder endlich fertig

Eines der größten Straßenbauprojekte, die Umgehungsstraße in Finkenwerder, ist nun nach über 30 Jahren Planung fertig gestellt worden. Schon lange hatten sich die Anwohner Finkenwerders beschwert über den lauten Durchgangsverkehr. Am Mittwoch wurde die 5,5 km lange Strecke nun eröffnet. „ Jetzt muss der Ortskern von Finkenwerder entlastet werden und der Lärm muss reduziert werden“ ergänzt der Fraktionsvorsitzende Michael Osterburg.

Vor allem die schweren LKW auf dem Weg zum anliegenden Flugzeugwerk verursachen sehr viel Lärm. Die neue Strecke verbindet die Pendlerstrecke von Stade zum Airbuswerk und führt in einem südlichen Bogen um Finkenwerder herum. Für den Bau musste zunächst der Marschboden trocken gelegt werden. Durch die Aufschüttung von ca. 200 000 Kubikmetern Sand – das entspricht ungefähr 20 000 LKW-Ladungen – konnte dieses realisiert werden. Doch dieses war nicht nicht die einzige Herausforderung, die es zu bewältigen gab. Der Prozess gestaltete sich außerdem sehr langwierig durch die Verhandlungen mit den ansässigen Obstbaubetrieben über den den Ankauf privater Flächen. Auch die zuständigen Bezirksämter aus Harburg und Mitte konnten sich lange Zeit nicht auf eine Variante einigen. Der Hamburger Senat entschied sich daraufhin im Jahre 2000 schlussendlich für die Südtrasse und damit gegen Harburgs Variante. 2004 klagten die Obstbauern gegen den Bau und kurze Zeit später nach dem ersten Baubeginn, musste dieser durch eine gerichtlichen Beschluss gestoppt werden. Erst 2009 konnte sich wieder geeinigt werden und der Bau konnte erneut beginnen. Nach langem hin und her ist also ein wichtiger Schritt geschafft und die Umgehungsstraße ist endlich da. Es bleibt jedoch wichtig den Ortskern weiterhin zu entlasten und ein umfassendes Verkehrskonzept zu entwickeln.