www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Geplanter Wohnungsbau am Stintfang

Die Hamburger Immobilienenfirma Euroland plant am östlichen Rand, entlang der Straße Hafentor, ein teilweise sechsstöckiges, rund 70 Meter langes Gebäude. Die Pläne für das kulturhistorisch wichtige Gelände sind bei den dortigen Anwohnern teilweise sehr umstritten. Die Anwohner haben sich zu einer Hafentor- Initiative zusammengeschlossen und versuchen das Projekt in seiner derzeitigen Form zu verhindern. Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende der Grünen bedauert ebenfalls „lieber als die Fläche bebauen zu lassen, hätten wir hier eine gepflegte Grünanlage hergestellt“.

Um das Neubauprojekt realisieren zu können, plant Euroland nämlich weitere 1000 Quadratmeter Fläche von der Stadt zu kaufen. Betroffen wäre davon auch der Stintfang. Dieses ist das letzte Stück der historischen Wallanlagen, welches in der Höhe und Ausdehnung noch erhalten ist. Es besteht die Befürchtung, dass durch den Bau vor allem die Sichtbarkeit diese Ortes verloren geht. Außerdem würde für den Neubau auch ein Teil des Parkgeländes verloren gehen und an einigen Stellen würde der Baukörper weit in den Hang hinein reichen.

Auch das zuständige Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung gibt zu, dass die Bebauung problematisch werden könne für die Sichtbarkeit des Stintfangs. Die Stadt hat dem Verkauf für Wohnungsbauanlagen aber schon zugestimmt, aufgrund von leeren Kassen.

„Wichtig ist jedoch, wenn das geplante Projekt realisiert wird und es keine Grünflächen gibt, dann müssen hier wenigsten Wohnungen für Senioren, Behinderte und Familien zu bezahlbaren Preisen entstehen“ lautet das Fazit von Michael Osterburg.

Zur Zeit läuft das Bebauungsplanverfahren noch. Am 12. Dezember tagt der Bauausschuss des Bezirks Hamburg-Mitte erneut zu dem Thema.