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Christliche Kindertagesstätte in St. Georg verklagt

Die katholische Domgemeinde St. Marien in St. Georg ist nach einem langwierigen Streit nun von ihren Nachbarn verklagt worden. Die Wohneigentumsgemeinschaft beschwert sich über Störungen durch Lärm und Staubemissionen durch die Kindertagesstätte St. Marien und dem Pausenhof der Domschule und deren Außenanlagen.

Seit mehren Jahren wurde durch Gesprächsrunden versucht Lösungen zu finden, doch nun haben sich die Eigentümer auf ihrer letzten Versammlung mit 23 Stimmen für eine Klage entschieden. Es gab außerdem vier Gegenstimmen und acht Enthaltungen. In der Klageschrift wird unter anderem gefordert, dass die Kita ihre Plätze auf 80 statt wir bisher auf 127 begrenzen soll. Außerdem wird die Einrichtung von Lärmschutzanlagen für den Außenbereich der Kita gefordert sowie die Verlegung des Pausenhofs der Domschule.

Ob die Klage beim Landesgericht Aussicht auf Erfolg haben wird, scheint jedoch fragwürdig, da die aktuelle Rechtslage sich in den meisten Fällen dafür ausspricht, dass der Lärm von Kindern akzeptiert werden muss. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Mitte, Michael Osterburg, ist dieser Auffassung „Wer in die Nähe einer Kita und Schule zieht, weiß worauf er sich einlässt und kann nicht Friedhofsruhe wie in Ohlsdorf erwarten. Dieser Mangel an Toleranz der Zugezogenen macht den weltoffenen Stadtteil St. Georg kaputt.“

Der genaue Prozesstermin steht noch nicht fest, aber so wie es derzeit aussieht, soll das Gericht noch eine Güteverhandlung ansetzen. Es wäre natürlich sehr wünschenswert, wenn es dort zu einer Einigung kommt.

Grundsätzlich macht die Diskussion über zu viel Lärm in Hamburg deutlich, dass dringend die Aktionspläne gegen Lärm umgesetzt werden müssen. Somit ist Tempo 30 auf der Langen Reihe ein besseres Mittel zur Entspannung der Anwohner, als spielende Kinder wegzuklagen.