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Neue Entwicklungen im Fall Jeremie

Zwei Wochen sind jetzt seit Jeremies Verschwinden vergangen und jetzt scheint etwas passiert zu sein. Gestern hat ein Familiengericht über den Fall verhandelt. Eine Sprecherin des Bezirksamtes berichtet, dass eine „einvernehmliche Betreuungslösung“ vereinbart worden sei. Was dies genau bedeutet bleibt unklar, nur soviel wurde gesagt, dass es auch um das Sorgerecht der Großeltern und nicht nur um ein Besuchsrecht ginge. „Es ist gut, wenn das Jugendamt mit Großeltern einig wird. Wichtiger ist allerdings der Verbleib des Jungen und seine zukünftige Betreuung“, findet unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

Nach diesem Gerichtsbeschluss, wie er in Einzelheiten auch lauten mag, sind sich die Behörden einig, dass Jeremie schnell wieder auftauchen wird und sich heraus stellt, dass er nicht die letzten zwei Wochen draußen verbracht hat. Flächendeckende Hausdurchsuchungen bei Familienangehörigen hatten allerdings nichts ergeben. Lothar Knode, jugendpolitischer Sprecher der Bezirksfraktion sagt: „Die GRÜNEN sind wie die Familienrichterin der Meinung sich momentan nicht primär um die Besuchsrechte und das Sorgerecht für Jeremie zu kümmern, sondern das Wohl des Kindes in den Vordergrund zu stellen. Der Junge muss unter die Obhut des Jugendamtes zurückkehren und von dem sozialpsychiatrischen Dienst begutachtet werden. Zu prüfen ist, ob Jeremie tatsächlich Suizidabsichten hat. Auf diese u.ä. Fragen kann dann professionell die zukünftige Pflege für den Jungen zugeschnitten und abgestimmt werden. Das Gericht und das Jugendamt verhalten sich im Moment richtig, wenn sie mit den Verwandten das Gespräch suchen und das Kindeswohl fokussieren. Die Behandlung des Kindes steht an erster Stelle, es muss fachgerecht betreut werden und ein Träger gefunden werden, der den Pflegeansprüchen des Kindes gerecht wird.“