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Kultur on Tour

Der Kulturausschuss besichtigt jeden Monat eine kulturelle Einrichtung im Bezirk Hamburg-Mitte. In dieser Woche ging es in das Künstlerhaus in Georgswerder. Die Ausschussmitglieder des Kulturausschusses erwartete bei ihrer montägigen Sitzung wieder ein spannender Ausflug. Auch dieses Mal war es das Ziel wieder eine Einrichtung in Mitte kennen zu lernen, die sich mit dem breiten Feld Kultur beschäftigt. Dies geschieht oft an Orten, an denen man spannende Projekte vielleicht nicht auf den ersten Blick erwarten würde.

 

Das Künstlerhaus Georgswerder ist einer dieser spannenden Orte. Allein das Gebäude ist geschichtsträchtig. So saß Helmut Schmidt schon auf der Treppe des alten Schulgebäudes und hat bei der großen Flut von 1962 mit den Anwohnern gesprochen, diskutiert und ihre Ängste beruhigt. Einige Bilder der Flut zieren neben einem Portrait vom Altbundeskanzler das Treppenhaus und den ersten Stock des Gebäudes.

Das Haus wurde auf Initiative der Anwohner von Georgswerder und mit Hilfe der Bezirkspolitik vor dem Abriss gerettet. Die Anwohner Georgswerder sind mit diesem einzig öffentlichen Gebäude vor Ort verwachsen und fördern die Ansiedelung und die Nutzung durch die Künstler.

Insgesamt arbeiten und verwirklichen sich momentan fünf Künstler in den drei Atelierräumen des Hauses an der Rahmwerder Straße 3. Die ehemaligen Schulräume versprühen noch den Charme eines alten Klassenraumes und auch viele Artefakte und ausgestopfte Tiere wurden nach Aussagen der Künstler vor dem Wegwerfen bewahrt und zieren nun die Atelierräume.

Angefangen in einer kleinen Druckerei finden in dem Künstlerhaus Georgswerder viele spannende und interessante Ideen ihre Verwirklichung. Einen Schwerpunkt bildet momentan die Fotografie. So gibt es beispielsweise bemerkenswerte Bilder aus alten verlassenen und heruntergekommenen Industriehallen in Hamburg-Mitte.

Der im Jahr 2010 gegründete Verein besteht aus 30 Mitgliedern und definiert die künstlerische Richtung mit Absicht nicht strikt aus. Das Kunsthandwerk in Form von Holzarbeiten wird dort genauso gerne gesehen, wie die Anfertigung von Druckgraphiken. Perspektivisch werden in der Schule noch mehr Räume umgewidmet, so dass die Initiative dort wachsen kann. Hier zeigte sich dem Kulturausschuss ein kreativer Ort mit Vorbildcharakter für andere Regionen in Hamburg-Mitte.