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Zukunft der Villa Behnke

Die in der letzten Woche aufgeflammte Diskussion um die Villa Behnke geht weiter. Mit einem harten Einsatz hatte die Polizei die BesetzerInnen aus dem Gebäude in Horn vertrieben. Nun fordert die SPD einen Erhalt der Villa. "Uns wäre ein Erhalt auch lieb, wir wollen aber als erstes geprüft haben, warum das Haus leer steht", sagt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg. Danach streben die GRÜNEN eine weitere Planung zusammen mit den Menschen aus dem Stadtteil an.

Die HausbesetzerInnen hatten mir ihrer Aktion gegen den Leerstand und den Verfall des Gebäudes protestiert. "Es ist tatsächlich schlecht verständlich, warum hier ein Haus vergammelt, während wir so dringend bezahlbaren Wohnraum benötigen", meint Michael Osterburg. Hinzu kommt, dass die 130 Jahre alte Villa wahrscheinlich schon so sanierungsbedürftig ist, dass sich nur noch ein Abriss lohnt. Dies würde - mal wieder- einen Teil Hamburger Geschichte kosten. Jetzt hat sich die SPD vor Ort gemeldet. In einem Antrag im Regionalausschuss Hamm, Horn, Borgfelde und Rothenburgsort fordert die SPD Billstedt, dass die Villa Behnke erhalten bleibt. Diese Forderung richtet sich direkt an Dirk Kienscherf, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Kienscherf hat nun eine Kleine Anfrage zur "Entwicklung des Leerstandes städtischer Wohnungen” gestellt. So soll herausgefunden werden, was die Finanzbehörde nun vorhat. Seit 1927 ist diese im Besitz der Villa Behnke, die von der SAGA/GWG verwaltet wird. Zudem liegt wohl noch ein alter Baustufenplan vor, nach dem der Übergang von Marsch und Geest deutlich sichtbar zu sein hat. Der Geesthang, an dem die Villa Behnke steht soll nach diesem Plan langfristig als Grünzug hergerichtet werden. So wie es nach der U-Bahnstation Hammer Kirche zu sehen ist: „Wir fordern die Umsetzung des Grünzuges zwischen Marsch und Geest. Die Grünentwicklung an dieser Stelle ist historisch und ökologisch wichtig. Sie würde die Qualität der Naherholung für Horn und Billstedt stärken“, sagt GRÜNEN Fraktionsvorsitzende Michael Osterbug aus Mitte. Dieser Plan ist allerdings laut der SPD veraltet und es könne nicht sein, dass die Finanzbehörde wie ein Privatinvestor auftrete und Häuser verkommen lasse um sie abreißen zu können. Die Billstedter SPD spricht sich dafür aus das Haus zu sanieren und weiter zu nutzen. Dies sieht die SAGA/GWG erstmal so nicht. Jetzt muss eine Lösung gefunden werden die für alle Beteiligten akzeptiert werden kann. "Und das mit den Menschen im Stadtteil", saht Osterburg.