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Zukunftsbild Georgswerder

BewohnerInnen und Stadtplaner haben zusammen mit der Gesellschaft Internationale Bauausstellung (IBA) Hamburg ein Zukunftsbild für Georgswerder entworfen. Der Bezirk Mitte soll die Planung übernehmen und schränkt schon jetzt ein, dass nicht alles möglich sein wird. „Solche gemeinsamen Planungen sind genau das, was wir brauchen. Die Menschen vor Ort wurden einbezogen und konnten ihre Vorstellungen einbringen“, sagt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg. Jetzt geht es darum die Wünsche auch umzusetzen.

Das Zukunftsbild sieht ein einzigartiges Quartier vor. Stadtnah und doch ländlich. Cafés, Lebensmittelhändler, ein Bootsverleih, einen Grillplatz, der Erhalt der bedrohten Grundschule und der Natur, ein Künstlerhaus, sanierte Häuserfassaden und Straßen sowie eine Umwandlung des Deponiehügels in einen Ausflugsort, wünschen sich die AnwohnerInnen. Als Grundvoraussetzung sehen die Beteiligten den Zuzug neuer BürgerInnen. Es sollen aber keine großen Mietshäuser gebaut werden, um den dörflichen Charakter nicht zu zerstören. Neben den großen sieht das Zukunftsbild auch kleine Maßnahmen bis zur Eröffnung der IBA 2013 vor. So soll der Sendemast am Ortseingang von einem Künstler gestaltet werden und Plakatwände sollen einen hässlichen Bauzaun verstecken. Mittelfristig wünschen sich die AnwohnerInnen eine Sanierung der Häuser und Neubauten am Niedergeorgswerder Deich. Große Wünsche sind auch ein Dorfplatz nahe der Schule mit Café und Wochenmarkt sowie eine Fuß- und Radfahrerbrücke über die Norderelbe. „Egal ob große oder kleine Wünsche, hier ist die Politik auf Bezirksebene, aber auch ganz besonders auf Bürgerschaftsebene, gefordert auch die erforderlichen finanziellen Mittel kurz-, mittel- und langfristig in den Behördenetats bereitzustellen um Georgswerder als einen starken Wohnstandort weiterzuentwickeln", so Jutta Kodrzynski, Mitglied im Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel.

Das Bezirksamt, das die Pläne umsetzen soll, stieg gleich auf die Bremse und warnte, dass nicht alles möglich sein werde. „Wir möchten jetzt, dass sich der Stadtplanungsausschuss mit dem Thema befasst“, sagt Michael Osterburg. „Wichtig wird auch sein, dass die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte diese Planung als Grundlage für weitere Entscheidungen anerkennt“, erklärt Jutta Kodrzynski. Das Projekt soll nicht nur ein Vorbild für gute BürgerInnenbeteiligung bleiben. „Es wäre schön, wenn wir möglichst viele der tollen Ideen auch umsetzen können“, finden die Bezirkspolitiker.